Der Beweis: Ylenia war in Von Aeschs Kleinbus
Aktualisiert

Der Beweis: Ylenia war in Von Aeschs Kleinbus

Die vermisste fünfeinhalbjährige Ylenia hat sich gemäss DNA-Analyse im weissen Kastenwagen von Urs Hans von Aesch befunden.

Trotz intensiver Suche bleibt die fünfeinhalbjährige Ylenia aus Appenzell seit über drei Wochen aber verschwunden.

Aufgrund von DNA-Auswertungen könne mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass sich Ylenia im Auto des mutmasslichen Entführers befunden habe, schreibt die St. Galler Kantonspolizei in einem Communiqué am Freitag.

In den vergangenen Tagen seien weitere Suchaktionen durchgeführt worden, an denen 47 Angehörige der Polizeischule Amriswil sowie Hundeführer zum Einsatz kamen. Leider habe auch diese Aktionen erfolglos abgebrochen werden müssen, schreibt die Polizei.

Zwischenzeitlich sei das Material aus Spanien in St. Gallen eingetroffen. Dieses wurde durch die spanischen Behörden nach einem Rechtshilfeersuchen der Staatsanwaltschaft St. Gallen am Wohnort des mutmasslichen Entführers sichergestellt worden.

Das Material werde nun von Ermittlungsbeamten der Kantonspolizei St. Gallen gesichtet und analysiert. Über Umfang und Inhalt des Materials gab die Polizei keine Auskünfte.

Frau nicht untergetaucht

In den vergangenen Tagen hätten gewisse Medien berichtet, die Frau des mutmasslichen Entführers sei «untergetaucht». Dies treffe nicht zu, schreibt die Polizei. Die Frau halte sich jederzeit zur Verfügung der St. Galler Strafverfolgungsbehörden.

Ylenia ist seit mehr als drei Wochen verschwunden. Gemäss bisherigen Ermittlungen ist die Fünfeinhalbjährige am 31. Juli beim Hallenbad in Appenzell verschleppt worden.

Der Tat verdächtigt wird ein 67-jähriger Schweizer, der seit 1990 mit seiner Frau in Benimantell in Spanien lebte. Er erschoss sich am Tag der Entführung in Oberbüren SG. Zuvor hatte er im Wald einen 46-jährigen Mann angeschossen und schwer verletzt, den er für einen Zeugen gehalten haben könnte.

Sämtliche Kleider gefunden

Ylenias Rucksäcklein mit sämtlichen Kleidern, die sie am Tag ihres Verschwindes trug, der Velohelm und das Kickboard wurden in Oberbüren gefunden. DNA-Spuren beweisen, dass der mutmassliche Entführer mit diesen Gegenständen in Berührung gekommen war.

(sda)

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