Wave Park : Der Bielersee soll zum Surf-Paradies werden
Aktualisiert

Wave Park Der Bielersee soll zum Surf-Paradies werden

Schweizer Gewässer haben nicht genug Wellen, um darauf zu surfen. Das soll sich nun ändern: In Biel soll ein Wellenpark entstehen – und Touristen anlocken.

von
kaf

Wer richtige Wellen reiten will, soll schon bald nicht mehr nach Portugal oder Spanien reisen müssen, sondern an den Bielersee. Innovative Seeländer wollen dort einen Wave Park ähnlich wie denen in Wales oder Austin einrichten, wie das «Bieler Tagblatt» schreibt. Dabei produziert ein Generator in regelmässigen Abständen künstliche und gleichmässige Wellen.

Noch ist nichts definitiv, doch ein Organisationskomitee mit Vertretern der Congrès, Tourisme et Sport SA (CTS), des Sunset-Shops und der ABS Architekten AG haben ein Vorprojekt begonnen. «Wir würden es nicht planen, wenn wir keinen Funken Hoffnung auf eine Realisation hätten», sagt Oliver Senn, Geschäftsführer der CTS, gegenüber der Tageszeitung. Ein möglicher Standort sei beim Bieler Kleinboothafen, in Richtung Strandbad.

Wave Park soll Touristen anlocken

Senn ist überzeugt, dass alle von einem solchen Wellenpark profitieren würden: «Durch die zusätzlichen Touristen wird der Umsatz im Gastro- und Hotelgewerbe erhöht.» Zudem müssten die Surfer nicht mehr teure Reisen ans Meer auf sich nehmen und könnten erst noch umweltbewusster reisen. Und Anfänger profitierten von den abgeflachten, gleichmässigen Wellen.

Die rund zehn Millionen Franken, die der Park schätzungsweise kosten würde, sollen laut Senn mehrheitlich durch Sponsoren aufgebracht werden. «Beim Errichten des Wave Parks müssen alle am gleichen Strang ziehen. Das Ziel ist, dass möglichst viele zufrieden sind mit dem Endprodukt.» Klappe alles wie geplant, sei der Wellenpark in zwei bis drei Jahren fertiggestellt.

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Im Bielersee soll es in zwei, drei Jahren einen Wave Park geben.

Im Bielersee soll es in zwei, drei Jahren einen Wave Park geben.

epa/Nic Bothma
Ein Organisationskomitee bestehend aus lokalen Firmenvertretern wollen damit Touristen ins Seeland locken.

Ein Organisationskomitee bestehend aus lokalen Firmenvertretern wollen damit Touristen ins Seeland locken.

epa/Carlos Barroso
Das Projekt kostet schätzungsweise rund zehn Millionen Franken.

Das Projekt kostet schätzungsweise rund zehn Millionen Franken.

epa/Damien Poullenot

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