Der Böögg verspricht passablen Sommer
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Der Böögg verspricht passablen Sommer

Der Sommer 2004 dürfte passabel ausfallen. Grund: Der Sechseläuten-Böögg explodierte gestern nach 11 Minuten und 42 Sekunden, was eine gute Durchschnittszeit ist.

Letztes Jahr war der Zürcher Böögg seiner prophetischen Rolle gerecht geworden. Sein Kopf war bereits nach 5 Minuten und 42 Sekunden explodiert – und der nachfolgende Sommer brach alle Rekorde.

Der Umzug der 26 Stadtzürcher Zünfte am Sechseläuten stand gestern ganz im Zeichen der Prominenz aus dem In- und Ausland.

Zahlreiche Prominente aus Sport, Politik und Wirtschaft waren zu Gast bei den Zünften: Die deutsche Fussballlegende Franz Beckenbauer stand dabei im Mittelpunkt und stahl allen die Show: «Das ist ein ausgezeichneter Anlass. Die Zünfte haben wirklich Grosses geleistet», schwärmte er. In derselben Zunft lief Stapi Elmar Ledergerber mit - und stand ganz im Schatten des Kaisers: «Das ist gut so», lachte er. Selbst Regierungspräsident Christian Huber ging in der Masse der Promis unter.

Einer, der vom Volk bejubelt wurde wie ein König, war Christoph Blocher. «Es ist schön, hier vor diesem Publikum mitzulaufen. Der Bundesrat ist ja fürs Volk da», so Blocher. Sein Double Walter Andreas Müller wurde auch beklatscht: «Das ist das einzige Mal, dass ich als Schauspieler ein Bad in der Menge nehmen kann», so Müller.

Hoch zu Ross daher kam F1-Rennstall-Besitzer Peter Sauber: «Für mich ist dies immer wieder ein schöner Kontrast zum anderen Zirkus.» Und der Londoner Bürgermeister Robert Finch strahlte in bester Laune aus der Kutsche. Er war besonders angetan vom britisch angehauchten Wetter und dem riesigen Zuschaueraufmarsch.

Daniel Zumoberhaus

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