er hat sich gestellt: Der Bombenleger von Seebach sitzt in U-Haft
Aktualisiert

er hat sich gestelltDer Bombenleger von Seebach sitzt in U-Haft

Der Mann, der Ende Juni zwei Bomben in Zürich-Seebach platzierte, hat sich der Polizei gestellt. Die Haft wurde wegen Wiederholungsgefahr gar verlängert.

von
wed

Der Rohrbombenleger von Zürich-Seebach hat sich der Polizei gestellt. Die Bundesanwaltschaft bestätigt gegenüber Tageanzeiger.ch, dass der Mann seit dem 8. Juli in Untersuchungshaft sitzt.

Der Täter hatte Ende Juni auf einem Firmenareal in Zürcher Seebach zwei selbstgebastelte Rohrbomben gelegt. Eine der Bomben war an einem Zaun befestigt und detonierte mittels Zeitzünder in der Nacht auf den 26. Juni. Die zweite Bombe lag rund 20 Meter daneben und musste von einem Grossaufgebot der Polizei entschärft werden. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.

Wenige Tage später veröffentlichte der Täter ein Bekennerschreiben im Internet (20 Minuten berichtete) und bezeichnete die Sprengsätze als Abrechnung mit dem Geschäftsführer der betroffenen Kanalreinigungsfirma – seinem Ex-Arbeitgeber. Zudem kündigte er an, sich der Polizei zu stellen, was er auch tat.

Es besteht Wiederholungsgefahr

Laut Bundesanwaltschaft machte der Beschuldigte «weitergehende Ausführungen zum Tatvorgehen» und gab Auskunft über den Tathergang und die Beschaffung der verwendeten Materialien. Ausserdem gäbe es derzeit keine Anhaltspunkte auf einen politischen Hintergrund. «Der Anschlag galt seinem Ex-Arbeitgeber», schreibt die Bundesanwaltschaft. Wegen Wiederholungsgefahr wurde die Haft Mitte September verlängert. (wed/sda)

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