Der Ford Bronco kommt nun doch nach Europa

Seit 1966 steht der Ford Bronco in den USA für Offroad-Kompetenz. Die Neuauflage kommt nun auch offiziell nach Europa.  

Seit 1966 steht der Ford Bronco in den USA für Offroad-Kompetenz. Die Neuauflage kommt nun auch offiziell nach Europa.  

Ford
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Offroad-Fans aufgepasstDer Ford Bronco kommt nun doch nach Europa

Ford nutzt den heutigen US-Nationalfeiertag, um die frohe Botschaft zu verkünden. Der Offroader startet hier allerdings erst Ende 2023.  

von
Dave Schneider

Als Ford im Sommer 2020 die neue Generation des Bronco vorstellte, waren die Gefühle der Autofans diesseits des Atlantiks gemischt. Klar: Die Tatsache, dass der US-Hersteller die Gelände-Legende nach 25 Jahren Pause seit Auslaufen der Produktion mit einem völlig neuen Modell weiterführen wird, war aufregend. Doch zu dieser Meldung gab es auch einen Dämpfer: In Europa sollte dieses Modell nicht angeboten werden. What a shame.

Zwei Jahre später, Sommer 2022. Am heutigen amerikanischen Nationalfeiertag, dem Independence Day, lässt Ford nun die Katze aus dem Sack: «Eine wahre Offroad-Ikone macht sich bereit für den Sprung über den Atlantik», vermeldet der Hersteller. Und tatsächlich: Die Neuauflage des Bronco wird nun endlich auch zu uns nach Europa und in die Schweiz kommen. In begrenzter Stückzahl zwar und nur als Viertürer, aber immerhin. «Wir sind begeistert, dass wir den Offroader auch unseren Kunden in Europa anbieten können», freut sich Matthias Tonn, der als leitender Ingenieur bei Ford Europa für die US-Importfahrzeuge zuständig ist.

Robuster Haudegen

Der neue Bronco greift aussen und innen einige Design-Elemente seines 1966 präsentierten Urahnen auf und kombiniert sie mit einer Robustheit, die auch die Pick-ups von Ford aus der F-Serie kennzeichnen. Den Beinamen «G.O.A.T.» hat sich der neue Bronco nicht etwa von Football-Star Tom Brady geklaut, sondern dank seines Allradantriebs, der Assistenzsysteme wie Trail Control und der insgesamt sieben Fahrmodi erhalten: «G.O.A.T.» steht in diesem Fall nicht für «Greatest Of All Time», sondern für «Goes Over Any Terrain» und bedeutet so viel wie: Der kommt überall durch.

Nach Europa kommt nur die Offroad-Variante des neuen Bronco – in den USA wird auch eine brave Strassenversion namens Bronco Sport angeboten. Wie beim direkten Konkurrenten Jeep Wrangler können beim Bronco einige Karosserie-Komponenten abmontiert werden, so zum Beispiel das Hardtop und die Türen. «Es war uns wichtig, dass der neue Bronco die Geschichte dieser legendären Modellreihe so authentisch wie möglich fortführt», sagt Chefentwickler Paul Wraith. «Bei jeder Entscheidung haben wir uns davon leiten lassen, wie wir die Leistungsfähigkeit dieser Geländewagen-Ikone weiter optimieren können, wie wir den Wünschen unserer Kunden noch besser entsprechen und was die Marke Bronco stärkt.»

In die Schweiz kommt nur die viertürige Variante. Der Dreitürer sowie der Bronco Sport werden nicht offiziell importiert.   

In die Schweiz kommt nur die viertürige Variante. Der Dreitürer sowie der Bronco Sport werden nicht offiziell importiert.   

Ford
Trotz urigem Charakter ist der neue Bronco mit digitalen Annehmlichkeiten der Neuzeit ausgestattet.

Trotz urigem Charakter ist der neue Bronco mit digitalen Annehmlichkeiten der Neuzeit ausgestattet.

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Eine Einzelradaufhängung sorgt für einen guten Fahrkomfort auf der Strasse.

Eine Einzelradaufhängung sorgt für einen guten Fahrkomfort auf der Strasse.

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Im Fokus stand dabei das Terrain Management System mit sieben Gelände-Fahrprogrammen: drei für den Strassenverkehr, vier für abseits der Strasse. Ein zweistufiges Verteilergetriebe regelt den Kraftfluss zwischen den Achsen – es wird in zwei Varianten angeboten, rein elektronisch oder elektro-mechanisch gesteuert. Eine Hinterachs-Sperre ist serienmässig, für die Vorderachse ist die Differenzialsperre optional. Ein deaktivierbarer Querstabilisator verbessert die Geländegängigkeit zusätzlich. Wie es sich für einen Offroader aus der Neuzeit gehört, ist der Bronco mit einer Reihe moderner Gelände-Assistenzsystemen ausgestattet, etwa mit einem automatischen Kriechmodus, bei dem der Fahrer nur noch lenken muss, oder dem «Trail Turn Assist», der durch gezielte Bremseingriffe den Wendekreis im Gelände um bis zu 40 Prozent verkleinern kann.

Der Ford Bronco wird also nach Europa kommen – allerdings werden sich Fans des US-Offroaders noch eine Weile gedulden müssen, der Verkaufsstart ist erst für Ende nächsten Jahres geplant. Zu den Antrieben und Preisen gibt es noch keine Informationen. In den USA wird der Bronco mit einem 2,3-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner mit 273 PS sowie mit einem 2,7-Liter-V6 mit 314 PS angeboten. Topmodell ist aber der Bronco Raptor mit einem 312 kW (424 PS) starken 3-Liter-V6. Ob es diese Variante wohl auch nach Europa schafft? Wir bleiben dran.   

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