Aktualisiert 21.03.2005 22:51

Der Bund verzichtet auf den virtuellen Schalter

Bürgerinnen und Bürger können doch nicht auf elektronischem Weg Geschäfte mit dem Bund abwickeln. Der Aufbau eines virtuellen Amtsschalters für die ganze Schweiz mit der Möglichkeit, elektronische Dienstleistungen rund um die Uhr abwickeln zu können, wird nicht mehr weiterverfolgt.

Wie die Bundeskanzlei am Montag mitteilte, wäre ein solcher Schalter in der föderalistischen Schweiz mit heterogenen IT-Systemen ohne gesetzliche Grundlagen nur mit sehr grossem Aufwand möglich. Mit neuem Logo und Webauftritt aufgeschaltet wurde aber das Informationsportal www.ch.ch. Bürgerinnen und Bürger können sich dort über Themen wie Ausweise, Bildung, Arbeit oder Gesundheit informieren. Insgesamt sind die Informationen in acht Lebensbereiche gegliedert. In Zukunft sollen auch Angebote im Bereich der Unternehmen und der Behörden integriert werden. Zu diesem Zweck plant die Bundeskanzlei auf Ende Jahr eine Ausweitung der Inhalte.

Mit Hilfe des Wegweiser-Systems kann man sich bereits heute laut Mitteilung rund um die Uhr in fünf Sprachen bei den Verwaltungen von Bund, Kantonen und Gemeinden informieren. Auch Blinde und Sehbehinderte können das Portal problemlos nutzen. Rechtsgrundlage für das Informationsportal ist die Vereinbarung zwischen dem Bund und Kantonen, die 23 der 26 Kantone für die Jahre 2005 bis 2006 unterzeichnet haben. Die drei Kantone Zürich, Luzern und Solothurn seien im Grundsatz aber zu einer weiteren Zusammenarbeit bereit. Damit sei sicher gestellt, dass keine Informationslöcher entstünden, schreibt die Bundeskanzlei. (dapd)

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