Schwyz : Der Bundesbrief ist seit 731 Jahren fast noch wie neu  

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Schwyz Der Bundesbrief ist seit 731 Jahren fast noch wie neu  

Alljährlich feiert die Schweizer Bevölkerung ihren Nationalfeiertag am 1. August. Was damals vereinbart wurde, steht im Bundesbrief aus dem Jahr 1291. Dieser wird gut geschützt in einer Vitrine in Schwyz aufbewahrt.  

von
Vanessa Federli
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Am 1. August finden im Bundesbriefmuseum in Schwyz öffentliche Führungen statt. Im Zentrum stehen der Bundesfeiertag und somit der Bundesbrief von 1291.

Am 1. August finden im Bundesbriefmuseum in Schwyz öffentliche Führungen statt. Im Zentrum stehen der Bundesfeiertag und somit der Bundesbrief von 1291.

Bundesbriefmuseum Schwyz
Das empfindliche Pergamentdokument wird sicher in einer klimatisierten Vitrine aufbewahrt.

Das empfindliche Pergamentdokument wird sicher in einer klimatisierten Vitrine aufbewahrt.

Bundesbriefmuseum Schwyz
Während einer Führung durch die Ausstellung wird der Bundesbrief vorgestellt. Und es wird erklärt, was es mit dem Bundesfeiertag auf sich hat. 

Während einer Führung durch die Ausstellung wird der Bundesbrief vorgestellt. Und es wird erklärt, was es mit dem Bundesfeiertag auf sich hat. 

Bundesbriefmuseum Schwyz

Darum gehts

  • Der Bundesbrief gilt als ältestes Verfassungsdokument der Schweiz. 

  • Das sensible Pergamentpapier liegt geschützt in einer klimatisierten Vitrine im Bundesbriefmuseum in Schwyz und darf nur mit künstlichem Licht in Berührung kommen.

  • Nur so kann der Zustand weiterhin erhalten bleiben. Denn das 731 Jahre alte Dokument musste bis anhin noch kaum restauriert werden.

Bald ist es wieder so weit und wir feiern den Nationalfeiertag. Was es mit diesem Tag auf sich hat, ist im Bundesbriefmuseum auf einem Stück Papier zu lesen. Die Pergamenturkunde ist nur gerade 32 cm gross und auf Anfang August 1291 datiert – der Bundesbrief. 

«Das 731 Jahre alte Dokument wird sicher überwacht und ist in einer klimatisierten Vitrine aufbewahrt. Darin herrscht eine regulierte Luftfeuchtigkeit von 50 Prozent und die Temperatur wird überwacht. Zudem werden Vitrine und Urkunde regelmässig überprüft», sagt Annina Michel, Leiterin Bundesbriefmuseum. Es sei sehr wichtig, dass die Temperatur konstant bleibe, um so den Originalzustand des Dokuments aufrechtzuerhalten. Die Vitrine schützt vor Staub und Beschädigung. Im Ausstellungsraum gibt es kein UV-Licht, sondern nur künstliches Licht, das dem empfindlichen Pergamentbrief nicht schadet. «Der Bundesbrief ist in einem so guten Zustand, dass er bis heute kaum restauriert werden musste. Dies auch dank der sorgfältig geschützten Umgebung», sagt Michel auf Anfrage weiter. Seit 1936 befindet sich der Bundesbrief im Bundesbriefmuseum in Schwyz, das extra dafür gebaut wurde.

Ältestes Verfassungsdokument der Schweiz 

«Der Bundesbrief von Anfang August 1291 gilt als ältestes Verfassungsdokument der Schweiz. Darin sichern sich die innerschweizerischen Talgemeinschaften Uri, Schwyz und Nidwalden gegenseitige Hilfe zu, gegen alle, die ihnen Gewalt oder Unrecht antun. Fremde Richter sollen nicht geduldet, bestehende Herrschaftsverhältnisse aber unangetastet bleiben.» Dies schreibt der Bund über den Brief auf seiner Website. 

Im Bundesbriefmuseum in Schwyz finden am 1. August zwei öffentliche Führungen statt. Im Zentrum der Ausstellung wird erklärt, warum wir gerade an diesem Datum unseren Bundesfeiertag abhalten, was der Rütlischwur und was der Bundesbrief von 1291 damit zu tun haben. Die Führungen werden am 1. August zweimal angeboten: um 14.30 Uhr und um 15.30 Uhr. Der Eintritt ins Bundesbriefmuseum ist an diesem Tag kostenlos. 

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