Bundesrat lanciert Aktionsplan gegen Food Waste
Food Waste in der Schweiz: Rund 330 Kilogramm Lebensmittel-Abfall pro Kopf und Jahr werden in der Schweiz produziert.

Food Waste in der Schweiz: Rund 330 Kilogramm Lebensmittel-Abfall pro Kopf und Jahr werden in der Schweiz produziert.

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Neuer AktionsplanJetzt sagt der Bundesrat Food Waste den Kampf an

Der Bundesrat hat diese Woche einen Aktionsplan gegen Lebensmittelverschwendung verabschiedet. Bis 2030 soll diese im Vergleich zu 2017 um die Hälfte reduziert werden. 

von
Luise Faupel

Essensreste, zu grosse Portionen, das Aussortieren unförmiger Früchte für den Detailhandel, Wegwerfen von Nebenprodukten – alles klassische Fälle von Food Waste. Dagegen wird in der Schweiz bereits einiges unternommen. Doch das reicht noch nicht, findet der Bundesrat.

Deshalb hat der Bundesrat am Mittwoch einen Aktionsplan verabschiedet, der die Verminderung von Lebensmittelverschwendung beschleunigen soll. Bis 2030 soll der Food Waste in der Schweiz im Vergleich zum Jahr 2017 halbiert werden. 

Damit das gelingt, müssen alle an einem Strang ziehen: Die Ziele sollen durch eine mit Unternehmen und Organisationen des Lebensmittelsektors geschlossene Vereinbarung umgesetzt werden.

Alle Unternehmen der Lebensmittelbranche, Bund, Kantone und Gemeinden sind an dem Plan, der in zwei Phasen unterteilt ist, beteiligt. 

Unternehmen und Organisationen des Schweizer Lebensmittelsektors haben Massnahmen gegen Food Waste vereinbart.

Unternehmen und Organisationen des Schweizer Lebensmittelsektors haben Massnahmen gegen Food Waste vereinbart.

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Zwei-Phasen-Modell

Die erste Phase läuft von 2022 bis 2025 und beinhaltet zunächst jene Vereinbarung, die mit dem Gastgewerbe, der Landwirtschaft, der verarbeitenden Industrie und dem Vertrieb geschlossen wurde.

Die Massnahmen sind freiwillig und sind etwa eine verbesserte Angabe der Haltbarkeitsdauer bestimmter Produkte, eine bessere Anbauplanung, Verpackung oder das Spenden von unverkauften Lebensmitteln. 

Setzt auch du dich gegen Food Waste ein? Wie gehst du gegen Lebensmittelverschwendung vor?

Setzt auch du dich gegen Food Waste ein? Wie gehst du gegen Lebensmittelverschwendung vor?

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Im Jahr 2025 will der Bundesrat dann prüfen, ob die Massnahmen ausreichen, um rund 25 Prozent der Lebensmittelverluste zu verringern. Falls nicht, sind weitere Beschlüsse nötig. Phase zwei soll von 2026 bis 2030 andauern. 

Warum jetzt gehandelt werden muss

Fast ein Drittel der für den Konsum produzierten Lebensmittel wird in der Schweiz verschwendet oder unnötig weggeworfen. Das sind rund 330 Kilogramm Abfall pro Kopf und Jahr. Die Liste der Gründe, dringend gegen Food Waste vorzugehen, ist damit lang.

In der Schweiz gibt es bereits zahlreiche Initiativen, mit denen Food Waste reduziert werden soll – so setzt sich etwa das Unternehmen «Too good to go» dafür ein, Lebensmittel aus Restaurants nicht unnötig wegzuwerfen. Es müsse aber noch mehr geschehen, so der Bundesrat. 

In der Schweiz gibt es bereits zahlreiche Initiativen, mit denen Food Waste reduziert werden soll – so setzt sich etwa das Unternehmen «Too good to go» dafür ein, Lebensmittel aus Restaurants nicht unnötig wegzuwerfen. Es müsse aber noch mehr geschehen, so der Bundesrat. 

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Food Waste wirkt sich negativ auf die Umwelt aus: Lebensmittelverschwendung macht ein Viertel der durch unsere Ernährung verursachten Umweltschäden aus. Energie, Boden und Wasser – allesamt begrenzte Ressourcen – werden für die Lebensmittelherstellung benötigt. 

Dass Lebensmittel dann einfach weggeworfen werden, verursacht immense Kosten, was sich wiederum auf deinen Einkauf auswirkt: Endpreise werden für Konsumentinnen und Konsumenten teurer. Und nicht zuletzt verschärft auch der Krieg in der Ukraine die Problematik der weltweiten Lebensmittelversorgung. 

Was tust du, um Foodwaste zu verhindern?

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