Aktualisiert 18.12.2008 11:30

«United Colors of Porsche»Der Cayman S setzt Akzente

Auch Porsche spürt die Krise. Kein Grund zur Traurigkeit – der Sportwagenbauer bekennt sich zur Farbe.

Bereits nach drei Jahren bekommt der Porsche Cayman sein erstes Facelift verpasst. Optisch ein sehr dezentes, denn nur wer die Medienmitteilung genau liest oder sich auf die «Beleuchtung» des Cayman konzentriert, kann die Unterschiede auf dem Suchbild aus Stuttgart erkennen.

Dafür hat sich unter dem Blech sehr viel getan: So geht der Cayman ab 2009 mit zwei neuen Motoren und – gegen einen Aufpreis von rund 4800 Franken – mit einem Doppelkupplungsgetriebe an den Start. Bei beiden neuen Aggregaten hat Porsche die Leistung gesteigert und den Verbrauch gesenkt.

Besonders eindrucksvoll zeigt sich das auf dem Datenblatt des Cayman S, der wie der 911er von einem Benzindirekteinspritzer angetrieben wird: Der Motor schöpft aus 3,4 Litern Hubraum nun 320 statt 295 PS und absolviert den Stammtischspurt auf Tempo 100 in 5,2 Sekunden. Sein Verbrauch geht schon mit manuellem Schaltgetriebe um einen auf 9,6 Liter zurück. Mit der Doppelkupplung PDK ist der Cayman S (93  100 Franken) mit 9,2 Liter zufrieden – das sind immerhin 16 Prozent weniger als beim Vorgänger.

Und wer den Cayman S mit PDK bestellt, der darf sich darüber freuen, dass der kleine Porsche dank Launch Control mit 4,9 Sekunden genau gleich schnell auf Tempo 100 spurtet, wie der über 30  000 Franken teurere Porsche 911 Carrera. «In engen Kurven ist der Cayman dank Mittelmotorkonzept wohl schneller als der Carrera», gibt man bei Porsche zwar zu, verweist aber sofort auf all die anderen Vorzüge des 911.

Mit diesem Facelift hat Porsche dem Cayman S nicht nur neues Leben eingehaucht, sondern auch Mut zur Farbe bewiesen: Statt in Silber oder Schwarz strahlten die Reptile in Jerez wie ein Regenbogen.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.