Brand von Hybrid-Bus - «Der Chauffeur konnte Schlimmeres verhindern»
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Brand von Hybrid-Bus«Der Chauffeur konnte Schlimmeres verhindern»

In Zürich-Höngg hat am Freitagabend ein Bus Feuer gefangen. Die Brandursache wird noch untersucht – die Batterien gerieten aber nicht in Brand.

von
Daniela Gigor

Ein Hybrid-Bus der Linie 80 brannte am Abend des 4. Juni 2021 in Zürich-Höngg aus.

20min/News-Scout

Darum gehts

  • Ein Hybrid-Bus hat am Freitagabend in Zürich-Höngg Feuer gefangen.

  • Die Brandursache ist noch unbekannt.

  • Die Feuerwehr konnte ein Übergreifen des Brandes auf die Batterien verhindern.

  • «Ein derartiges Ereignis ist für die Feuerwehr eine Herausforderung, weil jede Sekunde über das Ausmass der Schäden entscheidet», sagt der Sprecher von Schutz & Rettung Zürich.

Auf der Winzerstrasse in Zürich-Höngg hat am Freitagabend ein Bus der Linie 80 gebrannt. Dass es sich beim betroffenen Fahrzeug um einen Hybrid-Bus handelte, wird von Urs Eberle, Kommunikationschef von Schutz & Rettung Zürich auf Anfrage bestätigt. «Zur Brandursache laufen die Ermittlungen.» Silvia Behofsits, VBZ-Vizedirektorin und Leiterin Unternehmenskommunikation: «Man kann aber schon jetzt sagen, dass die Batterie nicht betroffen war, da sich diese auf dem Dach im vorderen Teil des Busses befindet und nicht im Heck, wo der Brand ausbrach.»

Für Feuerwehrangehörige ist es eine grosse Herausforderung, wenn etwa ein Hybrid-Bus Feuer fängt. Laut Eberle liegt der Grund darin, dass sich ein solches Fahrzeug sehr rasch rundum entzünden kann. In diesem Zusammenhang macht Eberle dem betroffenen Buschauffeur ein grosses Kompliment: «Er hatte sehr gut reagiert und so konnte Schlimmeres verhindert werden.» Nach der Brandmeldung, die um 21.45 Uhr eintraf, war die Feuerwehr sehr rasch vor Ort. Die Zeit ist ein sehr wichtiger Faktor, um den Brand in Schach zu halten und einen brennenden Hybrid-Bus zu löschen. «Ein derartiges Ereignis ist für die Feuerwehr eine Herausforderung, weil jede Sekunde über das Ausmass der Schäden entscheidet», sagt Eberle weiter.

Es konnte verhindert werden, dass das Feuer auf ein Haus übergriff

Dank dem raschen Eingreifen aller Beteiligten konnte verhindert werden, dass das Feuer auf die Batterien und das Haus in der Nähe übergriff. Allerdings sind mindestens zwei parkierte Autos beschädigt worden. «Ein Auto fing Feuer und beim zweiten war der Schaden im Dunkeln noch nicht absehbar», sagt Eberle weiter.

Dass brennende E-Busse gefährlicher sind als ihre Vorgänger ist für Eberle schwierig zu sagen, weil Schutz & Rettung Zürich zu wenig solcher Einsätze verzeichnen konnte. Bis gestern habe es erst einen weiteren Fall gegeben.

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