Final aller Finals: Der Countdown läuft – Showdown in Melbourne
Aktualisiert

Final aller FinalsDer Countdown läuft – Showdown in Melbourne

Im Melbourne-Final heisst es ab 9.30 Uhr Roger Federer gegen Rafael Nadal. Alles ist für ein historisches Tennis-Duell bereit.

von
dmo
1 / 6
Es entscheidet sich am Sonntag. Holt Roger Federer seinen 18. Major-Titel?

Es entscheidet sich am Sonntag. Holt Roger Federer seinen 18. Major-Titel?

AFP/Peter Parks
Oder ist es Rafael Nadal, der zum Maestro was Grand-Slam-Siege anbelangt aufschliessen kann?

Oder ist es Rafael Nadal, der zum Maestro was Grand-Slam-Siege anbelangt aufschliessen kann?

AFP/William West
In Melbourne ist alles für den grossen Showdown bereit.

In Melbourne ist alles für den grossen Showdown bereit.

/Cameron Spencer

Zu Beginn des Australian Open schien es ein Ding der Unmöglichkeit zu sein. Doch jetzt ist es angerichtet, Roger Federer gegen Rafael Nadal – der Final in Melbourne lässt jedes Sportlerherz höher schlagen.

Die wichtigsten Statistiken wurden hervorgeholt, die jeweiligen Stärken und Ausgangslagen der beiden beleuchtet. Dies kann jetzt aber alles zur Seite gelegt werden. Um 9.30 Uhr (live im Ticker) Schweizer Zeit zählt nur noch, was auf dem blauen Belag in der Rod Laver Arena geschieht. Die Meinungen bei den Anhängern der Tennis-Cracks sind gemacht. Die Plätze in den Fanlagern bezogen. Und auch die Buchmacher haben ihre Arbeit getan. Sie sehen Nadal im Vorteil.

Ein gutes Omen für Federer?

Federer sah sich am Freitagabend den Halbfinal Nadals gegen Grigor Dimitrov sehr genau an, für einmal nicht in erster Linie als Tennisfan, sondern auch «zur Analyse», wie er am Samstag verriet. Er dürfte mit Freude festgestellt haben, dass der Bulgare, dessen Spiel mit der einhändigen Rückhand dem Federers nicht ganz unähnlich ist, den Spanier bis zum Ende des fast fünfstündigen Thrillers fordern konnte.

Der Marathon erhöht Federers Vorteil des einen Tages mehr Pause noch. Er wird sich allerdings hüten, diesen zu überschätzen. 2009 spielte Nadal gegen Fernando Verdasco im Halbfinal sogar über fünf Stunden, hatte ebenfalls einen Tag weniger Pause und rang Federer dann im Final dennoch in fünf Sätzen nieder. «Ich bin jetzt acht Jahre älter», meinte der Mallorquiner dazu.

Obwohl es um so viel geht, können beide Spieler den Final eigentlich gelassen angehen. Sie sind nach ihren Verletzungspausen nur noch die Nummern 9 (Nadal) und 17 (Federer) der Welt und haben in Down Under bereits mehr erreicht, als sie sich erhoffen durften. Mit einem Sieg würde der Basler aber in die Top Ten zurückkehren. Ausserdem ist es der erste Grand-Slam-Final zwischen zwei Ü30-Spielern seit dem US Open 2002. Damals schlug die Nummer 17 Pete Sampras überraschend Andre Agassi. Vielleicht ein gutes Omen für Roger Federer. (dmo/sda)

Deine Meinung