21 Klitorides im Eisfach: Der Däne begann mit einer Sadomaso-Priesterin
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21 Klitorides im EisfachDer Däne begann mit einer Sadomaso-Priesterin

Der Däne Peter F. soll in Südafrika 21 Frauen beschnitten haben. Sein erstes «Übungsobjekt» war eine Priesterin.

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Peter F. vor seinem Haus in Bloemfontein, Südafrika.  Das Werkzeug, das er bei den Verstümmelungen einsetzte, ...

Peter F. vor seinem Haus in Bloemfontein, Südafrika. Das Werkzeug, das er bei den Verstümmelungen einsetzte, ...

Jørn Stjerneklar/Mayday Press
... fotografierte die Polizei im Haus des Dänen.

... fotografierte die Polizei im Haus des Dänen.

Polizei Bloemfontein

Am Montag erschien Peter F. vor einem Gericht im südafrikanischen Bloemfontein. Dem 63-jährigen Dänen wird sexueller Missbrauch vorgeworfen. Die Polizei hatte am letzten Donnerstag in seinem Gefrierfach die Klitoris von 21 Frauen entdeckt.

Der Fall kam ans Licht, als seine Frau Titti Anzeige bei der Polizei erstattete. Sie sei von ihrem Ehemann misshandelt worden, gab sie an. Bei einer ärztlichen Untersuchung stellten die Mediziner fest, dass Titti F., die seit rund zwei Jahren von ihrem Mann getrennt lebt, im Genitalbereich verstümmelt worden war.

Es geht um das Sorgerecht der Kinder

Die Ehefrau erklärte, Peter F. habe ihr das vor vier Jahren angetan — und sie sei nicht das einzige Opfer. Hintergrund der Anzeige sei allerdings ein erbitterter Sorgerechtsstreit, so die dänische Journalistin Helle Maj zu 20 Minuten. «Das Ehepaar F. kämpft seit der Trennung um ihre beiden gemeinsamen Kinder. Peter F. lebte bis anhin mit dem älteren Sohn (4), Titti war mit dem jüngeren (2) nach Lesotho gezogen.» Als Peter F. sich weigerte, das Sorgerecht für den Vierjährigen abzugeben, erzählte sie der Polizei von den Geschlechtsteilen in der Kühltruhe ihres Ehemannes.

Es ist nicht das erste Mal, dass Peter F. mit dem Gesetz in Konflikt gerät. Wie das Portal DR berichtet, floh der Däne im Jahr 2006 nach Südafrika, um in seiner Heimat einer Verurteilung wegen illegalen Waffenbesitzes zuvorzukommen.

Erste Beschneidung bei einer Priesterin

Im vergangenen Juni besuchten die Journalisten Helle Maj und Jørn Stjerneklar vom Sender P1 den Mann, um einen Dokumentarfilm über seine Flucht zu drehen. «Dabei begann er wie aus dem Nichts über seine illegalen Aktivitäten zu sprechen», sagt Maj zu 20 Minuten. «Er sprach ganz offen von den Genitalverstümmelungen und wie er vor 20 Jahren in Dänemark damit begann.»

Sein erstes Opfer sei eine Priesterin mit einer Vorliebe für Sadomaso-Sex gewesen, erzählte F. den Reportern. Seither habe er genau Buch geführt über jede einzelne Verstümmelung. Das Handwerk habe er vom Schönheitschirurgen Jørn Ege gelernt.

Laut dem Portal BT habe F. bei einem Treffen mit dem Arzt gesagt: «Ich kenne eine junge Frau aus Kopenhagen, die sich im Genitalbereich etwas machen lassen will. Sie will aber, dass ich das mache». Und so soll Ege, der in seiner Heimat wegen seiner Penisverlängerungstechnik als «Dr. Penis» bekannt ist, Peter F. das Beschneiden beigebracht haben.

Peter F. wundert sich, dass ihn seine Ex-Frau wegen der Beschneidung angezeigt hat. «Sie war damals ja mit der Verstümmelung einverstanden», sagte er zu «BT».

Das Beschneiden von Frauen ist in Afrika zwar verbreitet, kommt aber laut Unicef in Südafrika nicht vor.

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