Der dänische Randalierer trinkt weiter
Aktualisiert

Der dänische Randalierer trinkt weiter

Der dänische Fan, welcher beim EM-Qualispiel seiner Mannschaft gegen Schweden mit einer Attacke auf den Schiedsrichter den Spielabbruch provozierte, ist abgetaucht - und trinkt weiter.

Das ist zumindest der Fall, wenn man der Werbung von Travelmarket Glauben schenkt. Das Unternehmen wirbt mit dem Randalierer für seine Last-Minute-Angebote. Darin wird der Fan in die Ferien geschickt und kann sich an einer Strandbar dem Rummel um seine Person entziehen. Das Getränk, welches er konsumiert, sieht allerdings nicht nach Bier aus (siehe Video oben).

Am 2. Juni 2007 stürmte im Kopenhagener Parken Stadion ein betrunkener Fan («Ich habe 15 bis 20 Bier getrunken») das Feld und griff Schiedsrichter Herbert Fandel an. Der deutsche Unparteiische hatte kurz davor beim Stand von 3:3 den Schweden in der 89. Minute zurecht einen Elfmeter zugesprochen. Nach dem Zwischenfall brach Fandel das Spiel ab, Dänemark verlor 0:3 forfait.

Um den Vorfall mit Humor zu verarbeiten, hat die Firma Travelmarket die Szene für seine Werbung benutzt. Wie Ole Stouby, ein Sprecher des Unternehmens, auf der Firmen-Homepage schreibt, gehe der Videoclip bewusst an die Grenze und provoziere. Aber es sollte jedem klar sein, dass es sich dabei um eine Parodie handelt.

Die Zeitungen seien in den Tagen nach dem Vorfall voll mit negativen Artikeln und Leserbriefen zum Zwischenfall gewesen. Dies habe nicht nur einen schlechten Eindruck der dänischen Nationalmannschaft, sondern auch des gesamten Landes verbreitet.

Man wollte mit dem Clip dem Fan nicht noch mehr Ärger machen, als dass er sich selbst schon eingehandelt hat, sondern diese ernste Aktion mit dänischen Humor bewältigen. «Die Handlung dieses Idioten können wir nicht mehr ändern, aber mit unserer Aktion wollen, wir den Leuten im Nachhinein ein Lächeln ins Gesicht zaubern», so Stouby. Es ist ihnen geglückt.

Der Zwischenfall während der Partie Dänemark - Schweden

(fox)

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