Aktualisiert 13.07.2012 17:10

Ungesunde Männermode

Der doppelte Hodenquetscher

Die engen Hosen und Slips, in die sich modebewusste Männer derzeit quetschen, sind gar nicht gut für ihr Geschlechtsteil. Denn im knappen Beinkleid herrscht ein ständiges, ungesundes Eiertütschis.

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Sieht gut aus, ist aber ungesund. Bild: Thingstock.com

Sieht gut aus, ist aber ungesund. Bild: Thingstock.com

Der Mann, der es sich leisten kann - oder auch nicht - und macht, was die Mode befiehlt, der zwängt sich in diesem Sommer in enge Röhrenhosen. Da unter dem knappen Stoff keine Boxershorts Platz hat, greift er zur ebenfalls engen Unterhose. Doch mit dem doppelt eingeschnürten Hodensack ist nicht zu spassen. Im Gegenteil, es drohen ernste und schmerzhafte Konsequenzen, wie eine Studie laut «Telegraph» belegt. Für sie haben die Experten 2000 britische Männer nach der Form ihrer Hosen und Hoden befragt.

Dabei ist herausgekommen, dass jeder zehnte von ihnen unter Beschwerden leidet, die auf das enge Beinkleid zurückzuführen sind. Das sind - neben Schmerzen - bei einem Viertel der 200 Betroffenen Blasenschwäche (die zu Harnröhrenentzündung führen kann) und jeder fünfte hat angegeben, schon einmal unter einer Hodentorsion gelitten zu haben. Dies ist eine akute Drehung von Hoden und Nebenhoden mit Unterbrechung der Blutzirkulation. Wird sie nicht innert vier bis sechs Stunden operiert, können bleibende Schäden entstehen. Weitere Folgen können sein, dass die Anzahl der Spermien abnimmt und sich Pilzkrankheiten ausbreiten können.

Die Wahl der Qual

Da drängt sich die Frage auf, warum sich Männer das antun. Die Antworten könnten auch von Frauen stammen: «Um zu zeigen, dass ich immer noch hineinpasse» und «Weil es gut aussieht».

Diese Argumente der Freunde schmaler Hosen perlen an einer an der Studie beteiligten Wissenschaftlerin ab. Dem Trend zum Trotz rät sie, Modelle mit genügend Hodenfreiheit zu wählen und appelliert: «Gesundheit ist wichtiger als gut aussehen zu wollen.»

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