Schweizer in Adelboden: «Der Druck ist viel grösser»
Aktualisiert

Schweizer in Adelboden«Der Druck ist viel grösser»

Gino Caviezel und Justin Murisier stehen im Riesenslalom von Adelboden unter spezieller Beobachtung - der Ausfall von Carlo Janka wiegt schwer.

von
Sebastian Rieder
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Historischer Erfolg: Der zweitplatzierte Marcel Hirscher feiert Adelboden seinen 100. Podestplatz.

Historischer Erfolg: Der zweitplatzierte Marcel Hirscher feiert Adelboden seinen 100. Podestplatz.

AP/Alessandro Trovati
Einen Tick schneller: Alexis Pinturault distanzierte Marcel Hirscher im Riesenslalom von Adelboden um vier Hundertstel.

Einen Tick schneller: Alexis Pinturault distanzierte Marcel Hirscher im Riesenslalom von Adelboden um vier Hundertstel.

Peter Schneider
Auch für Pinturault war es ein historischer Tag: Er überholt mit seinem 19. Weltcup-Sieg die französische Legende Jean-Claude Killy.

Auch für Pinturault war es ein historischer Tag: Er überholt mit seinem 19. Weltcup-Sieg die französische Legende Jean-Claude Killy.

Peter Schneider

Es sind die vielleicht härtesten technischen Tore im Weltcup: die über fünfzig Kurven im Riesenslalom von Adelboden. Kaum ein anderes Rennen fordert den Rumpf und den Rücken so stark wie das Chuenisbärgli, kaum ein anderer Berg schüttelt den Körper so stark durch wie der Übergang in den letzten Steilhang, und kaum eine Ankunft im Kessel der Zielarena geht aus akustischer Sicht kraftvoller über die Bühne.

«Die Fans sind unglaublich hier. Es ist wunderbar, wieder hier zu sein», sagt Gino Caviezel und bestätigt: «Es ist wirklich ein sehr schwieriger Hang.» Caviezel hatte hier vor vier Jahren seine Sternstunde, als er mit der Startnummer 52 die viertbeste Zeit in den Schnee zauberte und das heimische Publikum mit Rang 11 überraschte. «Ich habe noch sehr gute Erinnerungen daran», sagt Caviezel, schliesslich waren es die ersten Weltcuppunkte für den damals 20-jährigen Bündner.

Janka fehlt als Figur

«Die Bilder von damals sind noch stark präsent, aber meine Ambitionen sind heute andere», sagt Caviezel, der sich in den Top 10 etablieren will, speziell in Adelboden sei Druck daher viel grösser. Zu tun hat das auch mit der Absage von Carlo Janka. Der Riesenslalom-Olympiasieger und Weltmeister nimmt sich an diesem Wochenende eine Auszeit und verschiebt so den Fokus der Medien auf Gino Caviezel und Justin Murisier verschiebt.

Es fehlt die Ausstrahlung und Erfahrung des Teamleaders. «Wir versuchen das alles auszublenden und konzentrieren uns nur auf das Rennen», sagt Murisier.

Der 24-jährige Walliser hat sich zum Ziel gesetzt, die vielen Wellen vom Start bis ins Ziel über beide Läufen ohne Fehler zu fahren. Was dann möglich ist, lässt Murisier offen, mit Platz 7 in Sölden und Rang 10 in Alta Badia hat er diese Saison zumindest angedeutet, dass ein Platz hinter der Spitze nicht der Fantasie entsprungen wäre.

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