«Der Durchschnitts-Gast ist tot»
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«Der Durchschnitts-Gast ist tot»

Tagesmenu per SMS oder Bezahlung per Handy - das könnte in der Schweizer Gastrobranche bald zum neuen Trend werden. Traditionelles wie das Drei-Gang-Menü soll vom Tisch verschwinden.

Mit einer am Dienstag präsentierten neuen Strategie reagiert der Branchenverband GastroSuisse auf veränderte Konsumentenbedürfnisse. Der Durchschnitts-Gast sei tot, konstatierten die GastroSuisse-Verantwortlichen in Bern.

Tipps für Wirte

Der neue Gast habe seinen Tagesrhythmus oft völlig umgestellt, sei gesundheitsbewusst und sehr unstet in seinen Wünschen. Um diesen veränderten Gewohnheiten gerecht zu werden, brauche es neue Denkansätze und Handlungsweisen.

Solche wurden in einem Booklet zusammengefasst, der so genannten «Strategie Orange», die den Gastro-Unternehmern als Ideen-Pool dienen soll. Das Heft informiert laut GastroSuisse-Zentralpräsident Klaus Künzli über alle «relevanten Einflussfaktoren beim Ausserhaus-Konsum aus Sicht des Gastgewerbes».

Angebot per SMS

Vizedirektor Daniel Jung wies darauf hin, dass es angesichts der zunehmenden Bedeutung von individuellen Essplänen Zeit für ein neues Konzept sei. «Die Gastro-Ikone Menü muss sterben», so Jung. An die Stelle von Menüs aus Vor-, Haupt- und Nachspeise soll ein «Food-Moduling» treten. Dabei soll der Gast nach Lust und Laune kombinieren können, die freie Wahl bezüglich Menge haben und bezahlen, was er konsumiert.

Auch der zunehmenden Technologisierung will GastroSuisse Rechnung tragen. Gemäss Jung erwartet der moderne Gast Speiseangebote per SMS und will per Handy bezahlen können. (dapd)

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