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National LeagueDer EHC Biel siegt spektakulär gegen den HC Lugano, Servette zittert

Von eigentlich sechs geplanten Eishockey-Partien fanden nur zwei statt. Servette siegte knapp gegen die Lakers. In Biel gab es ein Torfestival. Der EHCB gewann 6:4 gegen den HCL.

von
Nils Hänggi
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Der EHC Biel durfte sich freuen. Die Bieler siegten gegen Lugano. 

Der EHC Biel durfte sich freuen. Die Bieler siegten gegen Lugano.

Foto: Freshfocus
Das Spiel war äusserst torreich. 6:4 siegte der EHCB.

Das Spiel war äusserst torreich. 6:4 siegte der EHCB.

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Weniger Tore gab es im Spiel zwischen Servette und den Lakers. 1:0 gewann Servette. 

Weniger Tore gab es im Spiel zwischen Servette und den Lakers. 1:0 gewann Servette.

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Eigentlich wären am Freitagabend sechs Spiele angestanden. Doch weil das Coronavirus wieder einmal in der National League grassierte, ist der Spielplan durcheinander gewirbelt worden. Zwei Partien fanden schliesslich statt. Biel empfing Lugano und Servette spielte daheim gegen die Lakers. Andere Teams wie der SC Bern, der EV Zug oder der HC Davos waren in Quarantäne, waren zum Zuschauen verdammt. Ebenso die SCL Tigers. Wegen eines Corona-Falls in der ersten Mannschaft mussten die Tigers die zweite Quarantäne innert Monatsfrist antreten.

Ja – und so kam es, dass nur vier Mannschaften auf dem Eis standen. Immerhin: Tore gab es dennoch genügend. Insbesondere bei der Partie Biel gegen Lugano. 6:4 gewannen die Bieler.

Im 1. Drittel gab es viele Tore

Der EHCB startete sehr gut ins Spiel und drückte auf die Führung. Doch der HCL war es, der das erste Tor schoss. Romain Loeffel versenkte den Puck auf Pass von Mark Arcobello. Der Treffer war der Startschuss für das Torfestival. So glich Gilian Kohler postwendend aus und Jason Fuchs schoss die Seeländer in Front. Lange hielt die Führung jedoch nicht. In doppelter Überzahl traf Luca Fazzini zum 2:2. Doch die Luganesi spielten unkonzentriert. Die logische Folge: Yannick Rathgeb schoss kurz vor dem Ende des 1. Drittels das 3:2.

Im Mitteldrittel kamen dann beide Teams zu ihren Chancen. So viele Tore, wie in den ersten 20 Minuten, wollten jedoch nicht mehr fallen. Trotz Schüssen aus allen Lagen und Entfernungen trafen nur Thomas Wellinger (das 3:3) sowie Damien Brunner (das 4:3 für Biel). Im Schlussdrittel kam dann von den Luganesi gar nix mehr. Durch die Tore von Yannick Rathgeb und Fabio Hofer zogen die Seeländer dann endgültig davon. Das Tor von Mikkel Bødker war nur noch eine Verschönerung des Resultats. Lugano verlor.

ZSC auf Platz 1, Davos das Schlusslicht

Im Vergleich zum 6:4-Sieg von Biel war das Spiel Servette gegen die Lakers nahezu langweilig. Nur ein Tor gab es. Linus Omar gelang in der 17. Minute der Siegtreffer für die Genfer. Servette sichert sich nach dem Sieg den 5. Platz in der Tabelle, der HC Lugano ist 6. Dahinter folgen die Lakers (7.) und Biel (8.). Auf Platz 1 liegen die ZSC Lions, die nach der Zwangspause am Samstagabend gegen Lugano antreten. Schlusslicht bilden die Davoser.

Telegramme:

Biel – Lugano 6:4 (3:2, 1:1, 2:1)

SR Wiegand/Hungerbühler, Huguet/Wermeille. – Tore: 7. Loeffel (Arcobello, Wellinger) 0:1. 9. Kohler (Tanner, Rathgeb) 1:1. 13. Fuchs 2:1. 16. Fazzini (Morini/bei 5 gegen 3) 2:2. 19. Rathgeb (Cunti/Powerplaytor) 3:2. 33. Wellinger (Loeffel) 3:3. 40. (39:34) Brunner (Cunti, Rathgeb) 4:3. 48. Rathgeb 5:3. 53. Hofer (Moser, Rajala/Powerplaytor) 6:3. 58. Bodker (Lajunen, Arcobello/Powerplaytor) 6:4. – Strafen: 7mal 2 Minuten gegen Biel, 5mal 2 Minuten gegen Lugano. – PostFinance-Topskorer: Moser; Arcobello.

Biel: Paupe; Rathgeb, Moser; Lindbohm, Fey; Kreis, Sartori; Delémont, Kessler; Fuchs, Pouliot, Rajala; Brunner, Cunti, Künzle; Hofer, Nussbaumer, Hügli; Kohler, Gustafsson, Tanner.

Lugano: Schlegel; Heed, Riva; Loeffel, Wellinger; Nodari, Wolf; Chiesa, Traber; Bodker, Arcobello, Morini; Fazzini, Kurashev, Bertaggia; Bürgler, Lajunen, Suri; Walker, Sannitz, Herburger.

Bemerkungen: Biel ohne Lüthi, Ullström, Ulmer (alle verletzt), Forster und van Pottelberghe (beide krank), Lugano ohne Zurkirchen (verletzt).

Genève-Servette - Rapperswil-Jona Lakers 1:0 (1:0, 0:0, 0:0)

SR Stolc (SVK)/Staudenmann, Progin/Duarte. Tor: 17. Omark (Smirnovs) 1:0. Strafen: je 4mal 2 Minuten.
PostFinance-Topskorer: Omark; Cervenka.

Genève-Servette: Descloux; Jacquemet, Tömmernes; Karrer, Maurer; Völlmin, Le Coultre; Mercier; Rod, Fehr, Winnik; Damien Riat, Vermin, Omark; Moy, Smirnovs, Miranda; Arnaud Riat, Berthon, Vouillamoz; Fritsche.

Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Vukovic, Dufner; Egli, Randegger; Sataric, Maier; Moses, Rowe, Wick; Clark, Cervenka, Schweri; Lehmann, Dünner, Eggenberger; Lhotak, Ness, Loosli.

Bemerkungen: Genève-Servette ohne Patry und Richard (beide verletzt), Rapperswil-Jona Lakers ohne Bader, Forrer, Jelovac, Profico (alle krank), Payr und Wetter (beide verletzt). Rapperswil-Jona Lakers ab 58:10 ohne Torhüter.

Rangliste: 1. ZSC Lions 14/26 (46:43). 2. Lausanne 11/25 (37:24). 3. Fribourg-Gottéron 13/24 (37:41). 4. Zug 10/22 (33:25). 5. Genève-Servette 12/22 (40:25). 6. Lugano 11/20 (35:26). 7. Rapperswil-Jona Lakers 14/17 (33:35). 8. Biel 12/15 (37:42). 9. Ambri-Piotta 14/14 (27:41). 10. Bern 12/13 (29:33). 11. SCL Tigers 11/8 (21:39). 12. Davos 8/7 (29:30).

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