NLA: Der EHC Kloten siegt im Penaltyschiessen
Aktualisiert

NLADer EHC Kloten siegt im Penaltyschiessen

Die Klotener sichern sich in Davos den Zusatzpunkt dank einem 4:3-Sieg. Die ZSC Lions verlieren das Spitzenduell gegen Bern.

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nos
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Freude herrscht: Die Klotener bejubeln den Doppeltreffer von Daniele Grassi und holen sich dank einem dramatischen 4:3-Sieg im Penaltyschiessen in Davos einen wichtigen Zusatzpunkt.

Freude herrscht: Die Klotener bejubeln den Doppeltreffer von Daniele Grassi und holen sich dank einem dramatischen 4:3-Sieg im Penaltyschiessen in Davos einen wichtigen Zusatzpunkt.

Keystone/Jürgen Staiger
Klotener Effizienz: Die Zürcher zeigen sich auswärts äusserst kaltblütig und führen dank einer ausgezeichneten Toreffizienz nach 40 Minuten mit 2:0.

Klotener Effizienz: Die Zürcher zeigen sich auswärts äusserst kaltblütig und führen dank einer ausgezeichneten Toreffizienz nach 40 Minuten mit 2:0.

Keystone/Jürgen Staiger
Unter Dauerbeschuss: Im letzten Drittel decken die Davoser den Klotener Keeper Luca Boltshauser mit unzähligen Schüssen ein und gleichen kurz vor dem Schlusspfiff aus.

Unter Dauerbeschuss: Im letzten Drittel decken die Davoser den Klotener Keeper Luca Boltshauser mit unzähligen Schüssen ein und gleichen kurz vor dem Schlusspfiff aus.

Keystone/Jürgen Staiger

Für die zuletzt während fünf Meisterschaftsspielen sieglosen Klotener war es ein seltenes Erfolgserlebnis im Bündnerland. Zuletzt konnten sich die Zürcher Unterländer am 21. November 2014 über einen Sieg in Davos freuen. Der Klotener Auswärtserfolg kommt auch deshalb überraschend, weil Davos sieben seiner letzten acht Spiele gewonnen hat und in dieser Saison bei sämtlichen drei Direktduellen als Sieger hervor gegangen war.

Lange Zeit fand das Team von Arno Del Curto gegen defensiv solide Gäste mit einem hervorragend aufspielenden Luca Boltshauser im Tor kein Rezept. Kloten war im Startdrittel durch zwei Tore von Daniele Grassi 2:0 in Führung gegangen, fasste danach aber immer wieder Strafen und wurde im Schlussabschnitt dafür bestraft. HCD-Topskorer Perttu Lindgren (in doppelter Überzahl) und Dario Simion (51.) machten innerhalb von fünf Minuten den Zweitore-Rückstand wett.

Postwendender Ausgleich

Auf den umstrittenen 3:2-Führungstreffer von Vincent Praplan (54./ebenfalls in doppelter Überzahl) fand Davos erneut eine Antwort und glich die Partie nur 96 Sekunden später durch Robert Kousal wiederum in Überzahl aus. Das erste Penaltyschiessen der Saison verlor der HCD dann aber ohne Wenn und Aber: Während bei den Bündnern keiner der vier Schützen reüssierte, trafen auf Klotener Seite Robin Leone und Drew Shore.

Auch mit dem Erfolgserlebnis im Bündnerland stehen die Chancen auf das Erreichen der Playoffs für den EHC Kloten schlecht. Bei vier ausstehenden Spielen beträgt der Rückstand auf das achtplatzierte Lugano acht Punkte. Für die Davoser zahlte sich die Willensleistung im Schlussdrittel aus. Dank dem gewonnenen Punkt sicherte sich der HCD auch in der 24. Saison (!) in Folge seit dem Wiederaufstieg 1993 die Playoff-Teilnahme.

Bern bleibt Tabellenführer

Der Spitzenkampf zwischen den ZSC Lions und dem SC Bern endete wie immer in dieser Saison mit einem Sieg der Gäste. Bern gewann im Zürcher Hallenstadion mit 3:2 und besitzt im Kampf um den Qualifikationssieg bereits vier Zähler Vorsprung.

Fribourg dämpft Playoff-Hoffnungen der SCL

Zweimal führten die Emmentaler, doch Birner, Rathgeb und Cervenka sorgten im letzten Drittel dafür, dass Gottéron nach sechs Niederlagen in Serie endlich wieder einmal gewinnen konnten und so den letzten Tabellenplatz an das spielfreie Ambri-Piotta abtreten konnte.

Das Restprogramm spricht allerdings kaum für die Emmentaler, die noch gegen die drei Spitzenteams Bern, ZSC Lions und Zug antreten müssen. Auch Kloten dürfte es mehr als schwer haben, in den verbleibenden vier Runden den Acht-Punkte-Rückstand auf den spielfreien HC Lugano noch wettzumachen.

Playoff-Teilnahme

Genève-Servette (5:2-Auswärtssieg beim HC Lausanne) und der HC Davos (3:4 n.P. gegen den EHC Kloten) haben als fünftes und sechstes Team das Playoff-Ticket auf sicher. Der EHC Biel, der sich mit 3:0 gegen den EV Zug durchsetzte, braucht für das Sternchen in der Tabelle aus seinen letzten fünf Spielen nur noch zwei Zähler.

Davos - Kloten 3:4 (0:2, 0:0, 3:1, 0:0) n.P.

5329 Zuschauer. SR Eichmann/Hebeisen, Bürgi/Kovacs.

Tore: 3. Grassi (Sanguinetti, Shore/Ausschluss Eggenberger) 0:1. 19. Grassi (Von Gunten, Shore) 0:2. 45. Lindgren (Marc Wieser, Du Bois/Ausschlüsse Sanguinetti, Sheppard) 1:2. 51. Simion (Rahimi, Walser) 2:2. 54. Praplan (Ausschlüsse Heldner, Dino Wieser) 2:3. 55. Kousal (Corvi, Lindgren/Ausschluss Praplan) 3:3.

Penaltyschiessen: Kessler -, Leone 0:1; Du Bois -, Shore 0:2; Spylo -, Praplan -; Simion

Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Davos, 10mal 2 plus 10 Minuten (Von Gunten) gegen Kloten.

PostFinance-Topskorer: Lindgren; Shore.

Davos: Senn; Kindschi, Du Bois; Heldner, Forster; Schneeberger, Paschoud; Jung, Rahimi; Spylo, Ambühl, Kessler; Marc Wieser, Lindgren, Kousal; Eggenberger, Corvi, Dino Wieser; Simion, Walser, Jörg.

Kloten: Boltshauser; Sanguinetti, Ramholt; Von Gunten, Frick; Back, Harlacher; Gähler; Grassi, Shore, Sheppard; Praplan, Cunti, Hollenstein; Genoway, Schlagenhauf, Bieber; Leone, Obrist, Kellenberger; Lemm.

Bemerkungen: Davos ohne Axelsson, Egli, Sciaroni (alle verletzt), Aeschlimann (rekonvaleszent), sowie Ruutu (überzähliger Ausländer), Kloten ohne Stoop und Weber (beide verletzt). Pfostenschuss Schlagenhauf (43.). Timeout Davos (53.).

ZSC Lions - Bern 2:3 (1:0, 0:3,1:0)

9689 Zuschauer. - SR Dipietro/Wiegand, Borga/Kaderli.

Tore: 12. Suter (Thoresen) 1:0. 21. Untersander (Rüfenacht, Plüss/Ausschluss Sjögren) 1:1. 32. Hischier (Arcobello) 1:2. 37. (36:00) Rüfenacht (Blum) 1:3. 52. Blindenbacher (Wick, Kenins/Ausschluss Rüfenacht) 2:3. - Strafen: je 5mal 2 Minuten.

PostFinance-Topskorer: Nilsson; Arcobello.

ZSC Lions: Flüeler; Blindenbacher, Siegenthaler; Rundblad, Geering; Seger, Marti; Phil Baltisberger; Thoresen, Sjögren, Nilsson; Pestoni, Shannon, Wick; Herzog, Schäppi, Kenins; Künzle, Trachsler, Suter.

Bern: Genoni; Untersander, Blum; Jobin, Krueger; Andersson, Gerber; Kamerzin; Hischier, Arcobello, Moser; Lasch, Plüss, Scherwey; Ebbett, Gagnon, Rüfenacht; Berger, Reichert, Randegger.

Bemerkungen: ZSC Lions ohne Chris Baltisberger (gesperrt). Bern ohne Noreau und Bodenmann (beide verletzt). - 33. Tor von Scherwey wegen Offside aberkannt. - Timeouts: ZSC Lions (60.); Bern (60.). ZSC von 58:10 bis 59:23 und ab 59:32 ohne Goalie.

Fribourg-Gottéron - SCL Tigers 5:3 (0:1, 2:2, 3:0)

5644 Zuschauer. - SR Koch/Massy, Gnemmi/Küng.

Tore: 11. Lindemann (Pascal Berger, Elo) 0:1. 22. Sprunger (Birner) 1:1. 30. Nüssli 1:2 (Penalty). 32. Neukom (Ausschluss Mottet!) 2:2. 39. Seydoux 2:3. 45. Birner (Abplanalp) 3:3. 51. Birner (Rathgeb, Cervenka) 4:3. 60. (59:56) Cervenka (Leeger) 5:3 (ins leere Tor).

Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron, 7mal 2 Minuten gegen die SCL Tigers.

PostFinance-Topskorer: Sprunger; DiDomenico.

Fribourg-Gottéron: Conz; Rathgeb, Leeger; Maret, Abplanalp; Kienzle, Chavaillaz; Elsener; Sprunger, Cervenka, Birner; Fritsche, Mauldin, Neukom; Steiner, Vesce, Mottet; Neuenschwander, Chiquet, Marchon; Fuchs.

SCL Tigers: Ciaccio; Zryd, Koistinen; Huguenin, Seydoux; Weisskopf, Randegger; Currit; Elo, Macenauer, Nils Berger; DiDomenico, Albrecht, Nüssli; Kuonen, Pascal Berger, Lindemann; Dostoinow, Schirjajew, Moggi; Roland Gerber.

Bemerkungen: Fribourg-Gottéron ohne Bykow, Schilt, Glauser, Loichat, Rivera, Stalder, Schmutz (alle verletzt) und Picard (krank), SCL Tigers ohne Blaser, Haas, Müller, Adrian Gerber (alle verletzt), Stettler und Lashoff (beide überzählig). Kienzle nach zwei Dritteln verletzt ausgeschieden. Pfostenschuss Nils Berger (50.). Timeout SCL Tigers (51.). SCL Tigers von 58:54 bis 59:56 ohne Torhüter.

Lausanne - Genève-Servette 2:5 (1:3, 1:0, 0:2)

6345 Zuschauer. - SR Fischer/Stricker, Castelli/Obwegeser. -

Tore: 4. Spaling (Loeffel) 0:1. 6. Walsky (Nodari) 1:1. 11. Jacquemet (Gerbe) 1:2. 18. Gerbe 1:3. 24. Genazzi (Kneubuehler) 2:3. 41. (40:52) Loeffel (Spaling/Ausschluss Danielsson) 2:4. 44. Simek (Romy, Impose) 2:5.

Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Lausanne, 5mal 2 Minuten gegen Genève-Servette.

PostFinance-Topskorer: Jeffrey; Spaling.

Lausanne: Huet; Gobbi, Fischer; Junland, Borlat; Genazzi, Trutmann; Nodari; Walsky, Froidevaux, Pesonen; Danielsson, Jeffrey, Ryser; Déruns, Miéville, Herren; Schelling, Kneubuehler, Augsburger; In-Albon.

Genève-Servette: Mayer; Jacquemet, Fransson; Loeffel, Mercier; Vukovic, Petschenig; Bezina; Gerbe, Almond, Spaling; Simek, Romy, Impose; Wick, Paré, Douay; Traber, Kast, Riat; Massimino.

Bemerkungen: Lausanne ohne Benjamin Antonietti, Lardi, Conz und Ledin (alle überzählig), Genève-Servette ohne Romain Chuard, Ehrhardt, Rod, Rubin (alle verletzt) und Slater (überzähliger Ausländer). Huet hält Penalty von Impose (39.).

Biel - Zug 3:0 (0:0, 1:0, 2:0)

4876 Zuschauer. - SR Mollard/Vinnerborg, Huguet/Progin. -

Tore: 32. Dave Sutter (Micflikier, Schmutz/Ausschluss Diem) 1:0. 54. Pouliot (Earl) 2:0 (Strafe angezeigt). 59. Earl 3:0 (ins leere Tor).

Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Biel, 3mal 2 Minuten gegen Zug.

PostFinance-Topskorer: Earl; Martschini.

Biel: Hiller; Maurer, Steiner; Dave Sutter, Lundin; Dufner, Wellinger; Hächler; Rossi, Neuenschwander, Fabian Lüthi; Schmutz, Earl, Micflikier; Tschantré, Pouliot, Pedretti; Joggi, Fabian Sutter, Wetzel; Horansky.

Zug: Stephan; Simon Lüthi, Alatalo; Morant, Diaz; Fohrler, Erni; Geisser; Klingberg, Immonen, Senteler; Martschini, Holden, Suri; Zangger, McIntyre, Lammer; Peter, Diem, Schnyder.

Bemerkungen: Bemerkungen: Biel ohne Valentin Lüthi, Fey, Haas (alle verletzt) und Rajala (überzähliger Ausländer), Zug ohne Helbling, Schlumpf, Grossmann und Marchon (alle verletzt). 500. NLA-Spiel von Diaz. Pfostenschuss Suri (8.). Zug von 58:16 bis 58:43 und von 58:49 bis 58:57 ohne Torhüter.

Rangliste: 1. Bern 45/95 (140:104). 2. ZSC Lions 45/91 (146:105). 3. Zug 45/90 (141:105). 4. Lausanne 46/77 (144:128). 5. Davos 45/69 (135:123). 6. Genève-Servette 46/69 (123:124). 7. Biel 45/67 (133:124). 8. Lugano 46/62 (129:151). 9. SCL Tigers 46/56 (111:133). 10. Kloten 46/54 (131:154). 11. Fribourg-Gottéron 46/45 (117:163). 12. Ambri-Piotta 45/44 (108:144).

(nos/sda)

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