Skispringer Thomas Diethart: Der einstige Überflieger ist nur noch ein Bruchpilot
Aktualisiert

Skispringer Thomas DiethartDer einstige Überflieger ist nur noch ein Bruchpilot

Er war ganz oben, inzwischen schafft er es nur noch mit Stürzen in die Schlagzeilen. Immerhin hat Thomas Diethart seinen Humor nicht verloren.

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heute.at/kai
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Schwer gezeichnet: Der österreichische Skispringer Thomas Diethart nach seinem Trainingssturz.

Schwer gezeichnet: Der österreichische Skispringer Thomas Diethart nach seinem Trainingssturz.

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Schon im Februar 2016 war Diethart auf dem Gesicht gelandet, damals im Rahmen des Continental-Cups im deutschen Brotterode.

Schon im Februar 2016 war Diethart auf dem Gesicht gelandet, damals im Rahmen des Continental-Cups im deutschen Brotterode.

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Der Vollständigkeit halber: So sieht der 25-Jährige (l.) eigentlich aus.

Der Vollständigkeit halber: So sieht der 25-Jährige (l.) eigentlich aus.

Es hat ihn schon wieder erwischt. Der österreichische Skispringer Thomas Diethart, Sieger der Vierschanzentournee 2013/14, geriet vergangene Woche beim Training in Ramsau am Dachstein unmittelbar nach dem Absprung aus dem Gleichgewicht und krachte auf den Vorbau, also den ersten Teil des Landebereichs. Er verlor kurz das Bewusstsein und musste zur Überwachung auf der Intensivstation bleiben. Diagnostiziert wurden neben den offensichtlichen Schürfungen eine schwere Gehirnerschütterung mit leichter Einblutung ins Gehirn und eine Lungenquetschung.

Der 25-Jährige ist inzwischen auf dem Weg der Besserung. Mit Galgenhumor schrieb er auf Facebook: «Dritter Versuch. Es tut immer noch weh. Vielleicht sollte ich etwas anderes probieren.» Dazu postete er ein Bild seines malträtierten Gesichts.

Absturz nach Höhepunkt

Damit spielte Diethart auf seine drei schweren Stürze innert nicht einmal zwei Jahren an. Im Februar 2016 hatte ihn beim zweitklassigen Continental-Cup in Deutschland eine Windböe zu Fall gebracht, Diethart erlitt Prellungen an der Wirbelsäule, Niere und Lunge. Wieder genesen, stürzte er im folgenden Sommer erneut.

Nach seinem überraschenden Triumph an der Vierschanzentournee kam Diethart nie mehr richtig auf Touren. Die drei Podestplätze von Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen und Bischofshofen sollten, abgesehen von einigen in Teamwettbewerben, bis heute seine einzigen auf höchster Stufe bleiben. Sein letzter Start im Weltcup datiert gar vom März 2015.

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