Unter Druck: Der Einzelrichter muss beim Verband antraben
Aktualisiert

Unter DruckDer Einzelrichter muss beim Verband antraben

Ein offener Brief mit Folgen: Das schriftliche Bekenntnis von Hockey-Einzelrichter Reto Steinmann, ein Fan eines EVZ-Stars zu sein, hat ein Nachspiel.

von
Klaus Zaugg

Ein offener Brief in der «Neuen Luzerner Zeitung» bringt Hockey-Einzelrichter Reto Steinmann unter Zugzwang. Er hat zum Abschied von Zugs Henrik Zetterberg eine Homage an den Hockey-Weltstar in Form eines offenen Briefes geschrieben.

Politisch ist es sehr heikel, wenn der Einzelrichter sich öffentlich und schriftlich für einen Star eines bestimmten Klubs begeistert. So sieht es jedenfalls der für den Sportbereich zuständige Verbands-Vizepräsident Pius-David Kuonen. «Wir haben von diesem offenen Brief Kenntnis erhalten. Es geht nicht darum, diese Sache zu skandalisieren. Aber wir wollen von Reto Steinmann genau wissen, was ihn zu diesem Brief veranlasst hat.» Andere Vertreter der Liga-Administration sprechen sogar von einem «unmöglichen Verhalten».

Aussprache soll Klärung bringen

Der Vorfall wird nun in der Chefetage des Schweizer Eishockeyverbandes diskutiert. Einzelrichter Reto Steinmann wird deshalb in den nächsten Tagen zu einem klärenden Gespräch mit Kuonen und Verbands-Leistungsportchef Ueli Schwarz aufgeboten.

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