Opel Manta GSe Elektromod - Der Elektro-Manta kommt mit virtuellem Kühlergrill
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Opel Manta GSe ElektromodDer Elektro-Manta kommt mit virtuellem Kühlergrill

Restomods, also klassische Autos gekreuzt mit moderner Technik, sind gerade der letzte Schrei. Opel hat nun dem Ur-Manta einen Elektroantrieb und ein aktuelles Design verpasst.

von
Dave Schneider

Retro ist gross in Mode – zumindest bei den Autoherstellern. Beim Thema Elektromobilität schlagen viele die Brücke zur eigenen Vergangenheit und erwecken legendäre Modelle in moderner Form zu neuem Leben. In Serienmodellen hat das etwa Fiat mit dem 500e oder Honda mit dem Honda-e umgesetzt. 2023 soll ein elektrischer Renault 5 im Retro-Design auf den Markt kommen, VW haucht dem Bulli elektrisches Leben ein und die Schweizer Knutschkugel Microlino im Stil der BMW Isetta hat bereits vor Jahren für Aufsehen gesorgt.

Technik-Update für den Manta A

Erst kürzlich hat Hyundai mit einer Elektro-Version des Ur-Modells Pony gezeigt, dass auch die Koreaner in diese Richtung gehen wollen. Nun doppelt Opel mit einem Restomod des legendären Manta nach – vorerst ein Einzelstück, wie die Rüsselsheimer betonen. Für den Manta GSe Elektromod hat Opel die Karosserie des 4,34 Meter langen Manta A von 1973 mit moderner Technik gekreuzt und ihm eine Frontpartie nach dem neuesten Marken-Design verpasst.

200 Kilometer Reichweite

Als Basis für das neongelbe Einzelstück mit schwarzer Haube diente ein Manta A aus Opels Klassikabteilung, der ursprünglich mal einer Kundin gehörte. Anstelle des 1,6-Liter-Benziners mit bescheidenen 80 PS wurde ihm ein Elektromotor mit 147 PS (108 KW) und 255 Nm verpflanzt, der von einer Lithium-Ionen-Batterie mit 31 kWh gespeist wird. Damit soll der Elektromod etwa 200 Kilometer weit kommen, was bei einem Show-Projekt aber ohnehin keine Rolle spielt. Das 4-Gang-Getriebe wurde um einen Automatikmodus erweitert – man kann also manuell schalten oder einfach den vierten Gang einlegen dann automatisch fahren. Die Kraft wird wie beim Ur-Modell auf die Hinterräder geleitet.

Die Karosserie stammt von einem Manta A von 1973 aus der Opel-Klassikabteilung, der ursprünglich mal einer Kundin gehörte.

Die Karosserie stammt von einem Manta A von 1973 aus der Opel-Klassikabteilung, der ursprünglich mal einer Kundin gehörte.

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Im Cockpit wurde das klassische Armaturenbrett durch eine Kombination aus zwei Widescreen-Displays ersetzt.

Im Cockpit wurde das klassische Armaturenbrett durch eine Kombination aus zwei Widescreen-Displays ersetzt.

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Die vier herausstehenden Heckleuchten sind natürlich auch in LED-Technik. 

Die vier herausstehenden Heckleuchten sind natürlich auch in LED-Technik.

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Das aktuelle Markengesicht, genannt Opel Vizor, wird beim Elektromod auf einem LED-Screen an der Front erzeugt. Damit kann das Einzelstück sogar mit seiner Umwelt kommunizieren. «My German heart has been ELEKTRified», läuft da etwa als Schriftzug über den Screen. Und: «I am on a zero e-mission», bevor ein digitaler Manta-Rochen über den Pixel-Vizor gleitet. Auch die vier runden, dreidimensionalen Rückleuchten sind in LED-Technik. Im Cockpit wurde das klassische Armaturenbrett durch eine Kombination aus zwei Widescreen-Displays ersetzt.

Unklare Absichten

Ist der Opel Manta GSe ElektroMOD nur eine Fingerübung der Designer, ein Marketing-Gag oder doch ein künftiges Mitglied der Modellfamilie? «Weder noch», sagt Quentin Huber, der für die Opel-Markenstrategie verantwortlich ist. «Das Projekt ist eher eine neue Geschäftsidee.» Es gehe darum, dem Original seine ursprüngliche Faszination zu erhalten und zugleich Innovationen wie neueste LED-Technik, ein volldigitales Cockpit und eben den batterie-elektrischen Antrieb zu nutzen. Das sagt im Grunde nichts über mögliche Absichten des zum Stellantis-Konzern gehörenden deutschen Herstellers. Das sehenswerte Einzelstück jedenfalls lässt auf eine Umsetzung in die Serie hoffen.

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