Arktis: Der Erde schmilzt das Eis weg
Aktualisiert

ArktisDer Erde schmilzt das Eis weg

Klimaerwärmung und die Folgen: Am grössten arktischen Gletscher droht eine gigantische Menge
Eis abzubrechen.

Der Petermann-Gletscher ist mit einer Fläche von 1300 Quadrat­kilometern über zehnmal grösser als der Aletschgletscher, der ­grösste Gletscher der Alpen. ­Wissenschaftler haben seit einiger Zeit ein besonderes Auge auf das riesige Eisgebilde in der Arktis geworfen. Grund: Wegen der Klimaerwärmung gibt es immer mehr Risse im Eis. Riesige Ab­brüche drohen. Aktuell droht ­eine Eiszunge von der Grösse Manhattans wegzubrechen. Die Forscher nehmen an, dass der bevorstehende Abbruch auf die warmen Meeresströmungen, die von Grönland her Richtung Norden ziehen, zurückzuführen ist. Mehr als zehn grosse Risse, manche ­davon 500 Meter breit, sind bereits vorhanden. Wenn der Mega­brocken abbricht, treibt eine 100 Quadrat­kilometer grosse Eisscholle, die aus fünf Milliarden Tonnen Eis besteht, ins Meer.

Die Veränderungen in der Arktis haben globale Auswirkungen: Ein vollständiges Abschmelzen des Grönland-Eisschelfs würde zu einem Anstieg des Meeresspiegels von etwa sieben Metern führen, ein Anstieg um nur einen Meter würde bereits rund 150 Millionen Menschen direkt betreffen. Dazu gehört vor allem die Bevölkerung Bangladeschs oder von pazifischen Inselstaaten wie Tuvalu. (20 Minuten)

Deine Meinung