Der erste 20 Minuten FanTrip war die Traumreise eines jeden Foodies

Wenn Köche Spass haben: Spitzenkoch Ralph Schelling (links), Diego Rossi vom Restaurant Trippa in Mailand (Mitte) und FanTrip-Teilnehmer und Koch Valentino Bonomo.

Wenn Köche Spass haben: Spitzenkoch Ralph Schelling (links), Diego Rossi vom Restaurant Trippa in Mailand (Mitte) und FanTrip-Teilnehmer und Koch Valentino Bonomo.

20min/Celia Nogler
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20 Minuten Fantrip ins PiemontDer erste FanTrip war die Traumreise eines jeden Foodies

Auf einer kulinarischen Reise ins Piemont hat Spitzenkoch Ralph Schelling die Teilnehmer und Teilnehmerinnen des ersten FanTrips auf eine Trüffelsuche mitgenommen und ihnen an einer Kitchenparty gezeigt, was es für richtig leckere Gnocchi braucht.

von
Martin Hoch

Es war ein Experiment. Möchte überhaupt jemand mit 20 Minuten durchs Piemont reisen? Zugegeben, die Argumente, sich für den ersten FanTrip anzumelden, waren bestechend. Dazu zählten nebst einem abwechslungsreichen Programm, zugeschnitten auf Foodies, die Begleitung des Spitzenkochs Ralph Schelling. So kam die Reise zustande und jede und jeder, die oder der mit dabei war, kam begeistert von der Reise zurück. Aber alles der Reihe nach – das erlebten wir.

Tag 1 – Auf nach Mailand

In Mailand schlenderten wir durch die imposante Kuppelhalle der Galleria Vittorio Emanuele.

In Mailand schlenderten wir durch die imposante Kuppelhalle der Galleria Vittorio Emanuele.

20min/Celia Nogler

Am Nordende des Gotthardtunnels drücken wir alle fest die Daumen, dass im Süden das miese Wetter, das triste Grau, verschwunden sein wird. Tatsächlich müssen wir in Airolo die Augen zukneifen oder die Sonnenbrille aufsetzen. Die Sonnenstube der Schweiz macht ihrem Ruf einmal mehr alle Ehre. So sonnig wie das Wetter ist auch die Stimmung im Reisebus, der uns am ersten Reisetag nach Mailand bringt. Am Steuer sitzt Thomas Bachmann, der in den wenigen Tagen mit seinen Fahrkünsten, seinen unterhaltenden Geschichten über die verschiedensten Themen und seiner sympathischen Art die Herzen der Teilnehmerinnen im Sturm eroberte und den Respekt der mitreisenden Herren verdiente.

Vor dem Dom in Mailand genossen wir die letzten Sonnenstrahlen.

Vor dem Dom in Mailand genossen wir die letzten Sonnenstrahlen.

20min/Celia Nogler

In Mailand angekommen, besuchen wir das Castello Sforzesco, schlendern durch die Galleria Vittorio Emanuele, wo sich die teuersten und angesagtesten Fashion Brands präsentieren, und bestaunen bei goldenem Abendlicht den Mailänder Dom. Und dann erleben wir das erste Highlight für Foodie-Reisende, das Abendessen in der Trattoria Trippa.

Bodenständige, jedoch hochwertige Kost: die Trattoria Trippa begeisterte mit Gerichten wie den Crostini mit Carne Crudo der Fassone-Rinder.

Bodenständige, jedoch hochwertige Kost: die Trattoria Trippa begeisterte mit Gerichten wie den Crostini mit Carne Crudo der Fassone-Rinder.

20min/Celia Nogler

Die Trattoria begann vor Jahren als einfache, unscheinbare Quartierbeiz. Zu dieser Zeit lernte Ralph Schelling den dortigen Chefkoch Diego Rossi kennen. «Heute muss man hier weit im Voraus buchen, sonst erhält man keinen Platz», sagt Schelling. Die kleine Kneipe hat sich zu einer der beliebtesten Trattorias der Stadt gemausert. Dabei setzt Diego Rossi nach wie vor auf bodenständige Kost. Trippa heisst auf Deutsch Kutteln. Und die knusprig gebratenen Kutteln mit Rosmarin sind noch heute sein Vorzeigegericht. Einfach, aber wahnsinnig lecker. Dazu gesellen sich an diesem Abend ein Vitello Tonnato, erntefrische, gebratene Oliven, ein Risotto Milanese mit Knochenmark vom Holzkohlegrill, ein Kürbisflan und zum Dessert ein piemontesischer Haselnusskuchen in Begleitung einer Zabaione – womit wir kulinarisch bereits am morgigen Tagesziel angekommen sind: dem Piemont.

Zwischen den Gängen durften alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des FanTrips die Küche besuchen und Diego Rossi in die Pfanne schauen. (Auf dem Bild: Diego Rossi im Gespräch mit Ralph Schelling.)

Zwischen den Gängen durften alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des FanTrips die Küche besuchen und Diego Rossi in die Pfanne schauen. (Auf dem Bild: Diego Rossi im Gespräch mit Ralph Schelling.)

20min/Celia Nogler

Tag 2 – Marktbesuch und Kitchenparty

Heute müssen wir Hobbyköche selbst Hand anlegen – statt uns bedienen zu lassen, sollen wir am Abend unter der Anleitung von Ralph Schelling einen Mehrgänger kochen. Die genussvolle Arbeit beginnt bereits am Morgen am Markt der piemontesischen Kleinstadt Acqui Terme.

Bei Sonnenschein besuchten wir Acqui Terme.

Bei Sonnenschein besuchten wir Acqui Terme.

20min/Celia Nogler

Am Gemüsemarkt steht Spitzenkoch Schelling schon nach kürzester Zeit nicht mehr vor, sondern hinter dem Marktstand und diskutiert und gestikuliert in bester italienischer Manier mit den Gemüsehändlern. So kaufen wir gemeinsam sackweise frisches Gemüse ein. Nach einer Fahrt durch die Hügel und Rebberge erreichen wir Barolo, ein Winzerdorf, das dem weltbekannten Wein den Namen verlieh. Vom Hotel aus fällt der Blick auf den historischen Dorfkern und weit über die Rebberge.

Am Markt kauften wir mit Ralph Schelling jede Menge frisches Gemüse für die abendliche Kitchenparty ein.

Am Markt kauften wir mit Ralph Schelling jede Menge frisches Gemüse für die abendliche Kitchenparty ein.

20min/Celia Nogler

Und dann endlich steigt das grosse Highlight: die Kitchenparty mit dem Spitzenkoch. Alle sind gespannt, Schelling verteilt Kochschürzen – denn nun heissts die Hände aus den Hosentaschen nehmen. Es wird geschnetzelt, gebrutzelt und geknetet. Unter Schellings Anleitung entstehen eine vitaminreiche norditalienische Gemüsesuppe, ein frischer Wintersalat mit lokalen Haselnüssen, selbstgemachte Gnocchi und ein Dessert, von dem am nächsten Tag noch alle schwärmen: Ricottaschaum mit Kaki und Schokoladenbrösel.

Für viele eine neue Erfahrung: selber Gnocchi herstellen.

Für viele eine neue Erfahrung: selber Gnocchi herstellen.

20min/Celia Nogler

Tag 3 – Emma findet jede Menge Trüffeln

Gemeinsam auf Trüffelsuche: Dank Emmas guter Nase führte die Suche auch zum Erfolg. 

Gemeinsam auf Trüffelsuche: Dank Emmas guter Nase führte die Suche auch zum Erfolg.

20min/Celia Nogler

Die süsse Emma rennt wie wild durch eine Haselnussplantage. Emma? Sie ist unsere kleine Heldin an diesem Vormittag. Denn Emma, eine Hündin, wurde aufs Trüffelsuchen abgerichtet. Und für uns findet sie schwarzen Trüffel im Akkord.

Der kleine schwarze Knollen ist ein schwarzer Trüffel. 

Der kleine schwarze Knollen ist ein schwarzer Trüffel.

20min/Celia Nogler

Dabei lernen wir von ihrem Herrchen mehr über den Trüffel und wie dieser wächst – bis zu einem Meter unter dem Boden. Nach einer Verkostung fahren wir weiter in die Trüffelhauptstadt des Piemont, nach Alba. Hier staunen wir nicht schlecht, als wir die Preise der angebotenen weissen Trüffeln an den Verkaufsständen sehen. Das weisse Gold kostet schnell Hunderte Euros – einige Knollen haben Preise von gegen 2000 Euro.

Emma ist ein beliebtes Fotomotiv bei den FanTrip-Teilnehmerinnen und -Teilnehmern.

Emma ist ein beliebtes Fotomotiv bei den FanTrip-Teilnehmerinnen und -Teilnehmern.

20min/Celia Nogler

Tag 4 – Ein letzter Grappa

Nach einem freudigen Abend in Asti geht es an unserem letzten Reisetag wieder in Richtung Schweiz. Doch ein Highlight steht noch an: der Besuch der weltbekannten Grappa-Distillerie Berta. Wir erfahren mehr darüber, wie Grappa aus Trester hergestellt wird, und begehen die «Heiligen Katakomben», wo das Unternehmen insgesamt drei Millionen Liter Grappa reifen lässt. «Verbringt man mehr als eine Stunde in diesem Raum, fühlt man sich betrunken», erklärt uns die Dame, die uns die Räumlichkeiten zeigt. Denn die Holzfässer atmen und jährlich verdunsten etwa zwei Prozent des Grappas, der dann wohlriechend in der Luft schwebt. Ein wahrlich herrlicher Abschluss einer grandiosen Reise, die wohl allen Teilnehmenden in bester Erinnerung bleibt.

Nach vier erlebnisreichen Tagen im Piemont gings zurück in die Schweiz – die Landschaften werden in bester Erinnerung bleiben.

Nach vier erlebnisreichen Tagen im Piemont gings zurück in die Schweiz – die Landschaften werden in bester Erinnerung bleiben.

20min/Celia Nogler

Kennst du das Piemont? Welche Ecke gefällt dir da am besten und hättest du auch einige Reisetipps? Dann ab damit in die Kommentare.

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