Sauber-Pilot Perez: «Der erste Sieg? Ich hoffe bald»
Aktualisiert

Sauber-Pilot Perez«Der erste Sieg? Ich hoffe bald»

In Montreal fuhr Sergio Perez von Platz 15 auf 3. Gestern war der Reifenflüsterer aus Mexiko in Hinwil. 20 Minuten auch.

von
Sandro Compagno
Hinwil

Sergio Perez, in Kanada fuhren Sie zum zweiten Mal in dieser Saison aufs Podest. Wann gibt es den ersten Sieg?

Sergio Perez: Danke für die nette Frage. Ich hoffe bald. Wir haben mit dem Sauber C31 ein sehr gutes Auto. Aber wenn du von Position 15 startest, bist du normalerweise aus dem Rennen. Es gab in Montreal ein paar Schlüsselszenen, zum Beispiel der tolle Boxenstopp, der mich an Kimi Räikkönen vorbeibrachte, oder die Chance, hinter Massa Rosberg zu überholen. Nächstes Ziel muss sein, die Performance im Qualifying zu verbessern.

Gesetzt den Fall, Sie hätten von Platz 4 oder 5 starten können: Hätten Sie den GP Kanada gewonnen?

Das ist schwierig zu beantworten. Man weiss nie, was im Rennen alles passiert. Vielleicht hätten wir uns für eine andere Strategie entschieden, vielleicht wäre ich hinter Hamilton festgesteckt, der auch sehr schnell war.

Am Wochenende geht es in Valencia weiter. Mit welchen Erwartungen reisen Sie nach Spanien?

Mit der Erwartung, wettbewerbsfähig zu sein. Valencia ist eine ähnliche Strecke wie Montreal: Sie hat lange Geraden, wo du wenig Abtrieb brauchst, und sie ist anspruchsvoll für die Bremsen.

Wann haben Sie eigentlich zum letzten Mal das Wort «Paydriver» gehört?

Ich glaube, das war vor meinem ersten Rennen.

Es wurde behauptet, Sie seien nur wegen der Millionen Ihres Förderers und Sauber-Sponsors Carlos Slim in der Formel 1 gelandet. Hat Sie das verletzt?

Ja, es tat weh. Ich war jung und unerfahren und habe nicht damit gerechnet, dass die Presse so negativ über mich schreibt. Rückblickend kann ich es verstehen.

Carlos Slim ist der reichste Mexikaner. Was ist er für Sie?

Er ist ein Freund. Ohne seine Unterstützung hätte ich es nicht in die Formel 1 geschafft.

Sie sind Mexikaner und fahren für ein Schweizer Team. Das ist ein wenig wie Chili und Schokolade. War es schwierig für Sie, sich an die Schweiz und ihre Gepflogenheiten anzupassen?

Ich bin in Europa, seit ich 15 bin, habe hier Englisch gelernt. Für mich war es also weniger schwierig als für Peter Sauber (lacht). Das Team ist schon sehr mexikanisch. Nach den Rennen gibt es Tequila!

Certina lanciert Sauber-Uhr

Seit 2005 ist der Sportuhrenhersteller Certina aus Le Locle Partner des Sauber-F1-­Teams. Im Beisein von Teamchef Peter Sauber und Fahrer Sergio Pérez wurde gestern im Windkanal-Gebäude von Sauber in Hinwil eine spezielle Certina-Uhr vorgestellt: die auf exakt 2012 Stück limitierte DS Podium GMT Sauber F1 Team. Der in den Sauber-Farben Grau, Weiss und Rot gehaltene Zeitmesser kommt in den nächsten Tagen in den Handel und kostet 760 Franken.

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