Aktualisiert 21.08.2012 12:01

Potz Mutz!Der etwas andere Hirtenhund

Als Baby schloss sich der Lippenbär einer Ziegenherde an und wurde schnell zum Liebling des kleinen Dorfs in Indien. Trotzdem durfte Buddu nicht bleiben.

von
kmo

Buddu ist die Attraktion des Dörfchens Lakhapada im indischen Bundesstaat Orissa. Der zahme Lippenbär gehört Ghasiram Kisan. Der junge Bauer hat ihn aufgezogen wie einen Welpen, nachdem sich das Bärenbaby seiner Ziegenherde angeschlossen hatte. Nun folgt er seinem Herrchen auf Schritt und Tritt und geniesst es, wenn er so richtig geknuddelt wird.

Eine Gefahr für die Dorfbewohner und ihre Tiere ist Buddu eigentlich nicht. Lippenbären lassen sich relativ gut zähmen. Und die Ziegen stehen eh nicht auf seinem Speiseplan. Buddu bevorzugt Früchte und Insekten, die er mit seinen grossen Klauen aus ihrem Bau holt oder mit seiner langen Zunge fängt.

Das ist wahre Tierliebe

Eine gefährdete Tierart

In Indien werden Lippenbären gern als Tanzbären gehalten. Oft unter zweifelhaften Bedingungen. Auch ihre Gallenflüssigkeit ist begehrt, da ihr heilende Kräfte nachgesagt werden. Bären, die zu diesem Zweck gehalten werden, leiden bei der Entnahme unter schrecklichen Schmerzen.

Obwohl die Familie Kisan ihrem Buddu kein Leid zugefügt hat, wurde er ihr weggenommen. Denn die Weltnaturschutzorganisation listet Lippenbären auf der Roten Liste gefährdeter Arten. Eine Naturschutzorganisation hat den Fellknäuel letzten Freitag an sich genommen, um ihn wieder auszuwildern.

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