Die SNB freuts: Der Euro wird teurer und teurer
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Die SNB freutsDer Euro wird teurer und teurer

Der Aufwärtstrend der europäischen Einheitswährung geht weiter. Am Dienstagnachmittag kostete ein Euro über 1,24 Franken, so viel wie seit über einem Jahr nicht mehr.

von
whr

Seit vergangener Woche schwächt sich der Franken gegenüber dem Euro konstant ab. Am Dienstag kostete ein Euro vorübergehend über 1,24 Franken. Er hat sich damit weiter vom Mindestkurs der Schweizerischen Nationalbank (SNB) von 1,20 Franken entfernt. Noch im vergangenen Sommer hatte die SNB diese Marke mit milliardenschweren Devisenkäufen verteidigen müssen. Auch der Dollar wurde zum Franken stärker, am Dienstag stieg der Greenback im Devisenhandel von 92,3 Rappen am Morgen auf 93,0 Rappen am Nachmittag.

Der jüngste Auftrieb für die Einheitswährung setzte am letzten Donnerstag ein, als Mario Draghi, der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Hoffnungssignale für die Eurozone aussandte. Experten verweisen auch auf technische Faktoren, die den Euro zurzeit stützen. So würden sogenannte Short-Positionen geschlossen. Das heisst Verkaufspositionen, mit denen letztes Jahr auf fallende Eurokurse spekuliert worden war. Schliesslich machen auch die Negativzinsen, die grosse Banken für Frankeneinlagen von institutionellen Kunden eingeführt haben, den Franken weniger attraktiv. (whr/sda)

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