Genf: Der Eurovision Song Contest 2023 findet nicht beim Sieger Ukraine statt

Aktualisiert

GenfDer Eurovision Song Contest 2023 findet nicht beim Sieger Ukraine statt

Die Ukraine hat am diesjährigen Eurovision Song Contest mit einer klaren Mehrheit gewonnen. Trotzdem findet der nächste ESC in einem anderen Land statt. 

von
Florian Osterwalder
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Das Kalush Orchestra hat den diesjährigen ESC gewonnen. Normalerweise darf das Siegerland die nächste Ausführung in ihrem Land austragen. 

Das Kalush Orchestra hat den diesjährigen ESC gewonnen. Normalerweise darf das Siegerland die nächste Ausführung in ihrem Land austragen. 

IMAGO/Future Image

Der nächste Eurovision Song Contest (ESC) findet wegen des russischen Angriffskriegs nicht beim diesjährigen Sieger Ukraine statt. Das teilte die Europäische Rundfunkunion (EBU) am Freitag in Genf mit. Stattdessen wolle man Gespräche mit der BBC führen, ob der ESC 2023 in Grossbritannien ausgerichtet werden könne. Auch der Norddeutsche Rundfunk (NDR) bestätigte die Entscheidung der EBU.

In einem Statement schreiben die Veranstalter: «Nach ihrem Sieg beim Eurovision Song Contest (ESC) im Mai hat die EBU mit dem ukrainischen öffentlich-rechtlichen Sender UA:PBC, der die Veranstaltung bereits 2017 und 2005 ausgerichtet hat, Optionen für die Ausrichtung des Wettbewerbs im nächsten Jahr geprüft. Es ist zu einer bekannten Tradition geworden, dass der Gewinner des Eurovision Song Contest den Wettbewerb im darauffolgenden Jahr ausrichtet, sofern bestimmte Kriterien, darunter die Gewährleistung der Durchführbarkeit der Veranstaltung und der Sicherheit aller Beteiligten, einschliesslich der Öffentlichkeit, erfüllt sind.» 

Nach einer objektiven Analyse ist die Referenzgruppe, das Leitungsgremium des ESC, mit grossem Bedauern zu dem Schluss gekommen, dass UA:PBC unter den derzeitigen Umständen die Sicherheits- und Betriebsgarantien, die eine Rundfunkanstalt für die Ausrichtung, Organisation und Produktion des Eurovision Song Contest gemäss den ESC-Regeln benötigt, nicht erfüllen kann.  

Die Ukraine hat von der EBU die Rücknahme ihrer Entscheidung verlangt. «Denn wir meinen, dass wir alle auf uns genommenen Verpflichtungen erfüllen können, was wir gegenüber der EBU mehrfach betont haben», schrieb Kulturminister Olexander Tkatschenko am Freitag bei Facebook.

Kiew sei ohne eine Diskussion über mögliche Alternativen vor die Tatsache der Verlegung gestellt worden, beklagte er. «Wir haben Antworten und Garantien zu den Sicherheitsnormen und dem möglichen Austragungsort für den Wettbewerb gegeben.» Die Austragung des ESC 2023 in der Ukraine wäre ein starkes Signal für die ganze Welt, welche das Land gerade unterstütze. Kiew fordere zusätzliche Gespräche, so Tkatschenko.

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