Aktualisiert

Challenge LeagueDer FC Biel wendet Konkurs erneut ab

Im Challenge-League-Verein kann man einstweilen aufatmen. Der Konkursrichter hat der vom FC Biel angestrebten Nachlassstundung stattgegeben.

von
woz
Biel-Spieler in der Tissot-Arena. (3. April 2016)

Biel-Spieler in der Tissot-Arena. (3. April 2016)

Keystone

Der Konkursrichter hat der vom FC Biel angestrebten Nachlassstundung stattgegeben. Damit kann der Verein auch eine Sanierung anstreben. Wie das «Bieler Tagblatt» über Twitter meldet, ist der Entscheid zu dem in finanzielle Not geratenen FC Biel vor dem Konkursrichter gefallen. Demnach wird über den Club der Challenge League der Konkurs vorderhand nicht verhängt.

Vielmehr kommt es zu einer auf zwei Monate ausgelegten Nachlassstundung, die auch den Weg zu einer nachhaltigen Sanierung ebnen sollte. Der zuständige Konkursrichter begründete seinen Entscheid damit, dass es gerechtfertigt sei, die Investorenfrage und die Sanierungsaussichten genauer abzuklären.

Der richterliche Entscheid hat nichts damit zu tun, ob die Mannschaft des FC Biel die restlichen sechs Spiele der Challenge-League-Saison noch bestreitet oder nicht. Die für das letzte Wochenende vorgesehene Partie gegen Lausanne haben die Spieler mit einem Streik platzen lassen.

Financier soll 800'000 Franken einschiessen

Geht es nach dem streitbaren Clubpräsidenten Carlo Häfeli, soll die Mannschaft schon diesen Sonntagnachmittag für das Heimspiel gegen Wil auf den Platz zurückkehren. Häfeli konnte dem Richter glaubhaft machen, Martin von Burg, ein Financier aus Grenchen, würde 800'000 Franken einschiessen. Mit diesem Geld könnten ausstehende Löhne und Sozialabgaben beglichen werden.

Überdies sprach Häfeli von einem angeblichen Investor, einem Amerikaner. Dieser sei bereit, mit einem Betrag von zehn Millionen Dollar in das Unternehmen FC Biel einzusteigen. Häfeli legte hierzu vor Gericht ein E-Mail vor, das diesen Sachverhalt bestätigen sollte. (woz/sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.