1:2 gegen Chelsea: Der FCB auf der Achterbahn der Gefühle
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1:2 gegen ChelseaDer FCB auf der Achterbahn der Gefühle

Der frühe Rückstand, vergebene Chancen, ein glücklicher Penalty, dann die Niederlage in der 94. Minute: Für die Basler endet das Halbfinal-Hinspiel gegen Chelsea mit einer herben Enttäuschung.

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Kurz vor Schluss kam es knüppeldick für die Basler. Nur wenige Minuten nachdem Fabian Schär vom Elfmeterpunkt ausgelichen hatte, bekamen die «Blues» in ausichtsreicher Position einen Freistoss zugesprochen. Valentin Stocker hatte Victor Ramires, den Torschützen zum 1:0, zu Fall gebracht. Es lief die 94. und letzte Minute im Halbfinal-Hinspiel und die 36'000 Zuschauer im ausverkauften St.-Jakob-Park beteten, ihr FCB möge das letzte Aufbäumen der Gäste schadlos überstehen.

Doch Chelseas Lockenkopf David Luiz zertörte diese Hoffnung: Er nahm kurz vor der Strafraumgrenze Mass und sein Schuss flogt hart und flach Richtung Tor. Obwohl Yann Sommer sich in die Torwartecke legte, fand der Ball den Weg ins Netz. Dem FCB-Schlussmann war zwar die Sicht verdeckt und das Spielgerät sprang kurz vor dem Tor unglücklich auf, dennoch dürfte er sich im Nachhinein noch darüber ärgern. Der Schuss war nicht unhaltbar.

«Chelsea hat nur auf Konter gespielt»

Valentin Stocker wollte seinem Schlussmann die Schuld nicht in die Schuhe schieben. «Beim zweiten Gegentor kann man nicht viel machen. Schade, dass der Schiedsrichter Freistoss gepfiffen hat, denn aus meiner Sicht berührte ich den Gegner nicht. Chelsea hat nur auf Konter gespielt. Es ist traurig, wenn man so viel fürs Spiel macht und dennoch verliert. Aber es ist noch nichts verloren, denn wir haben gesehen, dass wir gegen sie Tore schiessen können. Chelsea ist keine Übermannschaft.»

Fabian Schär, der den FCB in der 87. Minute mit einem souverän verwandelten Penalty gegen Torhüterlegende Petr Cech zurück ins Spiel brachte, konnte sich nicht über seinen Treffer freuen. «Letztlich brachte mein Penaltytor nicht sehr viel. Das Gegentor in der 94. Minute ist natürlich sehr ärgerlich. Es wäre heute mehr möglich gewesen. Wir waren ebenbürtig. Die Chancen fürs Rückspiel sind immer noch da. Wir haben in Tottenham gesehen, dass wir auch auswärts mithalten können.»

«Es war ein offenes Spiel. Am Schluss hatte ich das Gefühl, dass wir noch ein zweites Tor hätten erzielen können», so Coach Murat Yakin. Der Fahrplan ist nun vorgegeben: «Jetzt ist klar, dass wir in London zwei Tore machen müssen. Dies wird schwer, denn Chelsea ist eine gut organisierte Mannschaft.»

In der 94. Minute schiesst David Luiz das 2:1 für Chelsea. (Video: YouTube)

Fabian Schärs Ausgleich vom Penaltypunkt. (Video: YouTube) (als/si)

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