Ausblick: Der FCB und die «Sauhammer-Gegner»
Aktualisiert

AusblickDer FCB und die «Sauhammer-Gegner»

Aufgrund des Torverhältnisses ist der FC Basel in der Europa League nicht gesetzt. Daher wartet jetzt wohl ein schwerer Gegner.

von
Reto Fehr
München

Basler Spieler zur Aussicht auf die Europa League.

«Das war wieder ein guter Auftritt zu Beginn - und wieder kehren wir mit nichts heim. Das ist schon sehr, sehr bitter», analysierte Marco Streller kurz nach dem 0:3 gegen Bayern München. Dabei war wohl gar nicht allen Spielern bewusst, dass sie aufgrund der hohen Niederlage in der Europa League nicht gesetzt sind und damit den Gruppensiegern und den vier besten Gruppendritten der Champions League nicht aus dem Weg gehen können.

Wenn am 17. Dezember in Nyon die Auslosung für die Sechszehntelfinals stattfindet, ist der FCB bei den ungesetzten und somit grundsätzlich schwächeren Teams. «Wir konnten vieles lernen und können das hoffentlich in der Europa League umsetzen», hofft Xherdan Shaqiri. Ein Spaziergang wird die erste K.o.-Runde auf keinen Fall. «Das wird sehr schwierig. Es hat viele gute Teams mit Klasse und Qualität», weiss Beg Ferati. Diese wären: Bayer Leverkusen, Sporting Lissabon, ZSKA Moskau, Zenit St. Petersburg, Stuttgart, Liverpool oder Porto sowie die vier besten CL-Gruppenletzten Twente, Spartak Moskau, Ajax oder Braga.

Darum hats nicht gereicht

Machbarer oder «Sauhammer-Gegner?»

Alles Teams, gegen welche der FC Basel nicht der Favorit wäre. «Es ist kein Wunschkonzert», sagt Alex Frei, «aber das gibt nochmals zwei wunderbare Spiele.» Zu den genannten Teams kommen noch fünf noch auszuspielende Gruppensieger. Unter anderem könnte dies Manchester City, der PSV Eindhoven oder Paris Saint-Germain sein. Höchstens Gruppenzweiter wird Dortmund. «Das wäre mein Wunschgegner gewesen», erklärt Frei.

Harte Brocken warten also auf den Schweizer Meister. Oder wie es Marco Streller ausdrückt: «Sauhammer-Gegner.» «Mir wäre lieber einer, der machbar ist», ergänzt der frischgebackene zweifache Vater. Dazu gehört Lech Posnan oder Bate Borisow – wenn sie denn tatsächlich Gruppensieger werden. Auf jeden Fall spürt man bei den Baslern Optimismus. «Zuhause können wir jeden Gegner schlagen», posaunt Ferati und Shaqiri meint gar: «Wir wollen so weit wie möglich kommen. Wenn man aus der Champions League kommt, ist das fast Pflicht.» Vielleicht sollte er sich doch nochmals ein Blick auf die möglichen Gegner erlauben.

«Jetzt kommt erst einmal GC»

Wie fast immer bei den Wunschgegnern fallen Teams aus England oder Deutschland. «Ich würde gerne gegen Manchester City spielen», verrät beispielsweise Shaqiri. Noch nicht an die Sechszehntelfinals denken will dagegen Valentin Stocker. «Jetzt kommt erst einmal GC. Im Moment ist mir die Europa League egal. Da schauen wir dann im neuen Jahr.

Deine Meinung