Aktualisiert 22.02.2020 14:05

Nach dem Urknall gegen BaselDer FCL hat einen rüüdig verreckt guten Lauf

Mit dem Urknall hat am Schmutzigen Donnerstag in der Zentralschweiz die fünfte Jahreszeit begonnen. Auch der FCL treibt es in der Super League bunt.

von
E. Tedesco
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Saison 2014/15 (SchmuDo 12.02.2015)15.02.2015: St. Gallen - FCL 0:0 (20. Runde/Rang 10/15 Punkte)Trainer: Markus Babbel

Saison 2014/15 (SchmuDo 12.02.2015)15.02.2015: St. Gallen - FCL 0:0 (20. Runde/Rang 10/15 Punkte)Trainer: Markus Babbel

Keystone/Steffen Schmidt
Saison 2015/16 (SchmuDo 04.02.2016)07.02.2016: FCB - FCL 3:0 (19. Runde/Rang 4/26 Punkte)Trainer: Markus Babbel

Saison 2015/16 (SchmuDo 04.02.2016)07.02.2016: FCB - FCL 3:0 (19. Runde/Rang 4/26 Punkte)Trainer: Markus Babbel

Martin Meienberger
Saison 2016/17 (SchmuDo 23.02.2017)26.02.2017: FCB - FCL 3:1 (22. Runde/Rang 4/34 Punkte)Trainer: Markus Babbel

Saison 2016/17 (SchmuDo 23.02.2017)26.02.2017: FCB - FCL 3:1 (22. Runde/Rang 4/34 Punkte)Trainer: Markus Babbel

FreshFocus/Martin Meienberger

Wie jedes Jahr in der Fastnachtszeit haben in der Zentralschweiz die Fasnächtler und Narren das Zepter übernommen. Seit dem Urknall pünktlich um 5 Uhr in der Früh am Schmutzigen Donnerstag herrscht der Ausnahmezustand. Bruder Fritschi, Zeremonienmeister des Narrentreibens, mit seiner Fritschene, der Kindsmagd, dem Narr, dem Pajazzo und den Bauern hat die Herrschaft über das bunte Treiben übernommen.

Bunt treibt es auch der FCL. Und auch die Luzerner Fussballer haben ein Zepter übernommen - das in der Rückrunden-Tabelle der Super League. Schaut man nämlich auf die Rangliste nach vier Runden seit der Winterpause ist der FCL aktuell die Nummer 1 - vor den Meisterkandidaten FCB (Rang 8), YB (Rang 5) und dem Aussenseiter aus St. Gallen auf Rang 3.

Der «Urknall» erfolgte noch im Dezember mit dem überraschenden Sieg gegen den FCB im letzten Spiel der Vorrunde. Einen Tag später wurde Thomas Häberli von Sportchef Remo Meyer entlassen. Als neues wichtigstes Oberhaupt, einen neuen «Zunftmeister», verpflichtete der FCL Fabio Celestini.

Positive Fasnachts-Bilanz

Seit der Waadtländer als Trainer im Amt ist, hat das Team zu Fleiss, Wille und Kampf um jeden Ball zurückgefunden. Grundsätzlich ist mehr Kampf als Klasse nicht die ursprüngliche Idee von Celestini, der schönes Kombinationsspiel und gepflegten Spielaufbau bevorzugt, aber der Chef «intrigiert» - um in der Fasnachtssprache zu bleiben - als Einzelmaske und spielt das Spielchen der «Narren» noch mit, weil die Mannschaft gewinnt. Sie blieb unter Celestini gegen den FCZ (3:2), dem damaligen Leader YB (2:0), bei Xamax (1:0) und zuletzt gegen den aktuellen Leader aus St. Gallen (1:0) erfolgreich. Es läuft einfach rüüdig verreckt gut.

Der Luzerner mag Fasnacht. Auch die Kicker. Ihre Fasnachts-Bilanz der letzten fünf Jahre ist leicht positiv: 2 Siege und ein Remis stehen 2 Niederlagen gegenüber (siehe Bildstrecke oben). Und 2020? Der FCL muss ins Berner Oberland reisen. Gegner Thun ist ähnlich erfolgreich aus der Winterpause gekommen und holte 9 von 12 möglichen Punkten, überraschte zuletzt mit einem Sieg im Joggeli. Gehen die rüüdigen Tage beim FCL weiter?

Was macht Celestini während der Fasnacht?

Als Lohn winkt das närrische Treiben in der Zentralschweiz, an dem sich die Spieler dann guten Gewissens beteiligen und sich am Fasnachts-Sonntag und auch am Güdis Montag unters bunte Volk mischen können. Sportchef Rolf Fringer verbot den Spielern 2018 die Fasnacht. Bei Thomas Häberli ging es nicht so streng zu und her und was sagt das Narrentreiben einemWaadtländer? «Ich wünsche der ganzen Innerschweiz natürlich eine tolle Fasnacht», sagt Fabio Celestini. «Ich werde diese Tage in erster Linie ganz normal mit Arbeiten und der Vorbereitung auf das nächste Spiel verbringen, aber die Fasnacht allenfalls kurzfristig besuchen.»

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