FCZ vs. YB: Der FCZ gewinnt 3:0 und feiert Chikhaoui
Aktualisiert

FCZ vs. YBDer FCZ gewinnt 3:0 und feiert Chikhaoui

Die Young Boys dürfen sich kaum mehr Hoffnungen machen auf ihren ersten Meistertitel seit 1986. Die Berner waren im Spitzenkampf der 30. Runde chancenlos. Sie unterlagen dem Leader FC Zürich im Letzigrund 0:3.

Dank dem Erfolg hat der FCZ die Young Boys im Kampf um den Meistertitel wohl vorentscheidend zurückgebunden. Die Berner liegen nun bereits sieben Punkte hinter dem Leader und sechs Zähler hinter dem zweitklassierten FC Basel zurück.

Die Entscheidung im einseitigen Knüller war bereits nach einer halben Stunde gefallen. Der Nigerianer Tico traf nach 16 Minuten nach feiner Vorarbeit von Alexandre Alphonse und Almen Abdi zur Führung, zwölf Minuten später übernahm Xavier Margairaz einen Prellball und schob alleine vor YB-Keeper Marco Wölfli ein.

Der FCZ verdiente sich den Sieg auch in dieser Höhe. Bis Almen Abdi mit seinem 18. Saisontor nach Vorarbeit von Dusan Djuric das 3:0 gelang, hatten die Zürcher eine Vielzahl hochkarätiger Gelegenheiten ungenutzt gelassen. Gerade in der ersten halben Stunde waren die Spieler von Bernard Challandes im Drei-Minuten-Takt in vielversprechender Position zum Abschluss gekommen.

Das Vorgehen der Zürcher war dabei wiederholt gradlinig. Gegen die schlecht postierte YB-Abwehr überforderte der FCZ seine Gegner jeweils mit Steilpässen und kam auf diese Weise immer wieder irritierend einfach in den YB-Strafraum.

Die Young Boys enttäuschten auf der ganzen Linie. Neben der schlecht postierten Abwehr, fiel das Mittelfeld mit vielen Fehlern ab und der Drei-Mann-Sturm konnte in keiner Phase Druck erzeugen. Nicht einmal Edeljoker Seydou Doumbia konnte dem aus Berner Sicht enttäuschenden Geschehen eine Wende geben. In seinem 33-minütigen Teileinsatz kam der Ivorer nur einmal zum Abschluss (67.). Sein Kopfball über das Tor war aber immerhin die gefährlichste YB-Aktion im gesamten Spiel.

Axpo Super League, 30. Runde

Zürich - Young Boys 3:0 (2:0)

Letzigrund. - 12 400 Zuschauer. - SR Busacca.

Tore: 16. Tico 1:0. 28. Margairaz 2:0. 72. Abdi 3:0.

Zürich: Leoni; Koch, Tihinen, Rochat, Lampi; Tico, Margairaz (87. Büchel), Aegerter, Djuric (80. Nikci); Abdi (84. Chikhaoui); Alphonse.

Young Boys: Wölfli; Portillo, Ghezal, Affolter (57. Doumbia); Christian Schwegler, Yapi, Hochstrasser, Raimondi; Varela, Schneuwly (57. Häberli), Regazzoni (67. Bastians).

Bemerkungen: Zürich ohne Stahel, Hassli, Stucki, Staubli und Tarchini (alle verletzt). Young Boys ohne Doubaï (verletzt). Verwarnungen: 16. Tico (Unsportlichkeit/übertriebener Torjubel). 30. Yapi (Foul). 43. Schneuwly (Foul). 81. Lampi (Foul). 85. Hochstrasser (Foul). 89. Schwegler (Foul). (si)

Zoff unter FCZ-Fans

Bereits vor dem Spiel des FC Zürich gegen die Berner Young Boys ist es um 18:00 Uhr zu gewaltsamen Zusammenstössen zwischen verfeindeten Fans gekommen – allerdings unter Anhängern des FCZ. Laut Polizeisprecherin Judith Hödel sind zwei Gruppen von insgesamt rund 100 Personen auf dem grossen Parkplatz neben dem Letzigrundstadium an der Herdernstrasse auf einander losgegangen. «Die Polizei musste mit Gummischrot intervenieren, um die Kontrahenten zu trennen», sagte Hödel gegenüber 20 Minuten Online. Danach habe sich die Situation beruhigt. Meldungen über Verletzte lagen nicht vor. Festnahmen hat es nicht gegeben. (rub)

Axpo Super League. Torschützenliste:

1. Abdi (Zürich/&1) 18.

2. Doumbia (Young Boys) und Hassli (Zürich) je 14.

4. Chipperfield (Basel) 12. 5. Alphonse (Zürich) 11.

6. Raimondi (Young Boys) und Paiva (Luzern) je 10.

8. Lustrinelli (Bellinzona), Monterrubio und Brown (Xamax) je 9.

11. Huggel (Basel/&1), Bobadilla (GC), Frimpong (Luzern) und Schneuwly (Young Boys) je 8.

15. Derdiyok (Basel), Perovic (Basel), Häberli (Young Boys), Djuric (Zürich) je 7.

19. Cabanas (Grasshoppers), Ianu (Aarau) und Sermeter (Bellinzona) je 6.

22. Bengondo (Aarau), Rogerio (Aarau), Stocker (Basel), Streller (Basel), Linz (Grasshoppers), Zarate (Grasshoppers), Adeshina , Rossi (Xamax), Taljevic (Xamax/&2) und Varela (Young Boys) je 5.

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