Spekulationen um Kims Gesundheit: «Der feige Diktator versteckt sich aus Angst vor Corona»
Aktualisiert

Spekulationen um Kims Gesundheit«Der feige Diktator versteckt sich aus Angst vor Corona»

Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un ist nach Einschätzung von Südkorea womöglich aus Sorge vor einer
Ansteckung mit dem Coronavirus von der Bildfläche verschwunden.

von
Ann Guenter
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Kim Jong-uns mehr als zweiwöchige Abwesenheit in der Öffentlichkeit könnte auf gesundheitliche Probleme hinweisen. Über eine missglückte Herzoperation, sogar über seinen Tod wurde in den Medien spekuliert.

Kim Jong-uns mehr als zweiwöchige Abwesenheit in der Öffentlichkeit könnte auf gesundheitliche Probleme hinweisen. Über eine missglückte Herzoperation, sogar über seinen Tod wurde in den Medien spekuliert.

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In Südkorea aber hat man dafür keine Anhaltspunkte.

In Südkorea aber hat man dafür keine Anhaltspunkte.

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Vielmehr geht man beim verfeindeten Nachbarn davon aus, dass sich der nordkoreanische Machthaber aus Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zurückgezogen hat.

Vielmehr geht man beim verfeindeten Nachbarn davon aus, dass sich der nordkoreanische Machthaber aus Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zurückgezogen hat.

keystone-sda.ch

Darum gehts

  • Weil der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-un schon seit Wochen nicht mehr öffentlich auftritt, mehren sich die Spekulationen nach den Gründen.
  • Südkoreas Informationen zufolge gibt es beim verfeindeten Nachbarn aber «keine ungewöhnliche Trends».
  • Nicht nur Aktivisten nehmen an, dass sich Kim aus Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zurückgezogen hat – dies obwohl in Nordkorea offiziell kein einziger Fall aufgetreten sein soll.

Nordkoreas Machthaber meidet wohl aus Agnst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus die Öffentlichkeit, nimmt man in Südkorea an. Weit hergeholt ist das nicht. Nordkorea grenzt an China an, wo der Virus als erstes ausgebrochen sein soll. Zudem dürfte es um Kims Gesundheit nicht zum Besten stehen: Der auf 36 Jahre geschätzte Diktator zählt mit seinem Body-Mass-Index von 45, seiner Kettenraucherei und seiner Kurzatmigkeit wohl zu den Risikopatienten.

Der südkoreanischen Regierung zufolge verfügt das Land über «genügend Informationen, um sicher sagen zu können, dass es in Nordkorea keine ungewöhnlichen Trends gebe».

«Das Virus verbreitet sich unkontrolliert im Land»

Deutlich wurde die bekannte nordkoreanische Aktivistin Park Yeon-mi, die 2007 aus dem Land geflohen war und seither in Südkorea lebt: «Der feige und egoistische Diktator Kim Jong-un ist gemäss meiner Quelle weder tot noch krank», schreibt sie auf Twitter. «Er versteckt sich aus Angst, sich mit dem Coronavirus anzustecken. Auch wenn man der Welt die Lüge auftischt, wonach es keinen einzigen Corona-Fall in Nordkorea gibt, verbreitet sich das Virus unkontrolliert im ganzen Land.»

Sie fügt an: «Wie sein Vorgänger lässt auch Kim Jong Un sein Volk sterben und rettet allein sich selbst. Bald wird er zurückkehren und beweisen, dass die Medien falsch lagen. Wartet nur ab.»

Gepanzerter Zug weiterhin beim Beach-Resort

Weil Kim unter anderem am wichtigsten Feiertag des Landes gefehlt hatte, wurde in Medien zuletzt verstärkt spekuliert, dass Kim ernsthaft erkrankt sein könnte. Südkoreas Wiedervereinigungsminister Kim Yeon-chul betont jedoch bei einer Anhörung im Parlament in Seoul, er halte es angesichts der aktuellen Corona-Lage nicht für ungewöhnlich, dass man Kim nun bereits längere Zeit nicht gesehen habe.

Satellitenbilder zeigen, dass der gepanzerte Zug des nordkoreanischen Diktators weiterhin in Wonsan steht, einem Strandresort im Osten des Landes, das Kim auch früher gerne besucht hat.

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