19.06.2015 10:44

Regisseur Aubutin«Der Fifa-Film ist ein Desaster!»

«United Passions» kam am 5. Juni offiziell in die Kinos, hohe Wellen schlug der Film bisher aber nicht. Nun äußert sich der Regisseur zu seinem Werk.

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las

Eigentlich ist «United Passions» hochkarätig besetzt. Tim Roth (54) und Gérard Depardieu (66) sind unter anderem die Protagonisten. Der Film erzählt die Geschichte des Weltfußballverbands Fifa – im Lichte der derzeitigen Entwicklungen inklusive Korruptionsvorwürfen eine schwierige Angelegenheit.

Der Film lief am 5. Juni in den Kinos an; praktisch zeitgleich mit den Verhaftungen hoher Fifa-Funktionäre. Beim Publikum fällt der Film komplett durch. Auf der Rating-Plattform «Rotten Tomatoes» reichte es nicht einmal für eine Wertung.

«Jetzt haftet mein Name an diesem Mist»

Frédéric Aubutin (53), Regisseur von «United Passions», bereut es indes zutiefst, seine Zusage für die Leitung gegeben zu haben, wie er im britischen «Guardian» verlauten ließ. «Ursprünglich hatte ich geplant, eine Art Kombination zwischen Disney-Propaganda und Michael-Moore-Film zu machen. Aber die Fifa wollte das nicht so.» Er werde jetzt als der Böse dargestellt – «jetzt haftet mein Name an diesem Mist und ich bin der Propaganda-Typ, der Filme für korrupte Menschen gemacht hat».

Roth: «Mein Vater würde sich im Grab umdrehen»

Die Produktion des Fifa-Films hat 30 Millionen Dollar gekostet – das Budget wurde größtenteils vom Welt-Fußballverband selbst übernommen. Die Ausgaben können aber wohl nicht gedeckt werden – in der ersten Woche spielte der Film in den USA gerade einmal 918 Dollar ein.

Auch Hauptdarsteller Tim Roth, der im Film Sepp Blatter verkörpert, ließ kein gutes Haar an der Produktion: «Wenn mein Vater wüsste, dass ich da mitgespielt habe, würde er sich im Grab umdrehen.»

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