Aktualisiert 06.02.2014 08:01

Idris Elba

«Der Film hilft anderen, sich einzusetzen»

Idris Elba verkörpert den verstorbenen Anti-Apartheid-Kämpfer Nelson Mandela. Mit 20 Minuten spricht er über seine Rolle und seine Erlebnisse mit Mandelas Familie.

von
Marc Bernard

Idris Elba, war es schwierig, Mandela zu spielen?

Es war nicht einfach, aber ich wollte herausfinden, wer Mandela war. Schliesslich ist ein Film etwas für die Ewigkeit. Ich war gewillt, seine Beweggründe herauszufinden, aber das war ziemlich schwierig. Mandela war facettenreich – und jeder hat seine Meinung über ihn.

Hatten Sie eine Chance, ihn zu treffen?

Nein, ich habe ihn leider nicht getroffen. Er war zu gebrechlich und ich wollte nicht aufdringlich sein und sagen: «Hey, ich werde dich spielen.»

Wie haben seine Frau Winnie und seine Tochter auf den fertigen Film reagiert?

Ich war sehr nervös und wusste nicht, was mich oder das Publikum erwartet. Aber Winnie Mandela hat den Film angeschaut – und er hat ihr gefallen. Was sie wirklich von dem Film hält, konnte sie mir in dem Moment nicht sagen, weil sie in der Öffentlichkeit stand. Ich konnte aber sehen, dass der Film Winnie berührt hat. Beide Töchter sagten mir, dass ich ihren Vater gut getroffen habe.

Sind Sie selber politisch engagiert?

Ich würde mich nicht als politisch engagiert sehen, eher als sozial.

Würden Sie Ihr Leben für eine Sache opfern, an die Sie glauben?

Sterben nicht, aber dafür kämpfen. An dieser Rolle war interessant, dass ich erst jetzt merke, wie glücklich ich mich schätzen kann, als Schauspieler diese Rolle zu spielen. Der Film hilft anderen, sich für etwas einzusetzen.

«Mandela: Long Walk to Freedom» startet am 6. Februar in den Deutschschweizer Kinos.

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