Aktualisiert 07.06.2006 12:26

Der «fünfte Beatle» ist tot

Der amerikanische Musiker und Songwriter Billy Preston, der die Beatles in einigen ihrer besten Aufnahmen am Keyboard begleitete, ist tot. Preston wurde oft «der echte fünfte Beatle» genannt. Er spielte aber auch bei den Rolling Stones eine wichtige Rolle.

Preston starb laut Fox News am Dienstag im Alter von 59 Jahren im Spital von Scottsdale im US-Bundesstaat Arizona. Preston hatte schon lange an Bluthochdruck und Komplikationen wie Nierenversagen gelitten. Er war am 21. November in ein Koma versunken, aus dem er nicht mehr aufwachte.

Von Ray Charles bis Bob Dylan

In Houston in Texas geboren, kam der junge Billy schon als zehnjähriges Talent gross heraus. Er spielte für die Gospelsängerin Mahalia Jackson am Keyboard und wurde von Ray Charles gefördert. Miles Davis benannte einen Song nach ihm.

1973 gewann er einen Grammy für sein Instrumentalwerk «Outta Space». Mit Aretha Franklin arbeitete Preston am Album «Young, Gifted and Black», und Bob Dylan holte ihn für die Aufnahme von «Blood on the Tracks» an Bord.

Seit Anfang der 60er bei den Beatles

Auf die Beatles traf Preston Anfang der 1960er Jahre, als er mit Little Richard auf Konzerttournee nach Hamburg ging. Er freundete sich mit den Pilzköpfen an und stand besonders George Harrison nah. Angeblich verhinderte er mit seiner besänftigenden Art, dass die Beatles damals trotz aller Streitigkeiten zusammen blieben.

Seinen Ruf als dem «wahren fünften Beatle» verdankt der Schwarze unter anderem der Zusammenarbeit für den Film «Let It Be». Mit seinem Solo im Klassiker «Get Back» trat er auch beim legendären «Roof Top»-Konzert auf, dem letzten Live-Event der Beatles. Harrison bat ihn 1971 zu seiner Benefizveranstaltung «Concert for Bangladesh».

Auch die Rolling Stones nahmen Preston mit auf Tournee. Er beteiligte sich an mehreren ihrer Alben, darunter «Sticky Fingers» und «Exile on Main Street» sowie «Bridges on Babylon». (sda)

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