Aktualisiert 27.09.2004 08:33

Der «Fulehung» geht wieder um in Thun

In Thun ist seit Sonntag das dreitägige Fest zum Ausschiesset im Gang, das mit dem Auftritt der Narrengestalt «Fulehung» am Montagmorgen einen Höhepunkt erlebt hat.

Der «Fulehung» ist zugleich Jäger und Gejagter.

Ausgerüstet mit «Söiblaatere» und dem wesentlich schmerzhafteren Holzscheit liess der «Fulehung» ab 5 Uhr früh Hiebe auf die zu Tausenden erschienenen Thunerinnen und Thuner niederprasseln. Die sind an diesem Tag früh auf den Beinen, denn auch sie, besonders die Kinder, jagen den «Fulehung».

Dieser wiederum hat es besonders auf die Prominenz abgesehen. Stadtschreiber Manuel Bietenhard, der sonst regelmässig eins mit dem Scheit übergebraten kriegt, bekannte auf Anfrage, dass er sich für einmal rechtzeitig in Deckung bringen konnte. Der «Fulehung» ist im normalen Leben ein 35-jähriger Rechtsanwalt.

Die Teufelsmaske des «Fulehung» soll aus der Schlacht von Murten (1476) stammen. Die Thuner hätten damals zur Elitetruppe des eidgenössischen Heeres gehört und die Maske erbeutet. Historiker erachten den Zusammenhang mit dem Burgunderkrieg für nicht gesichert.

(sda)

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