Himmel auf Erden: Der Fussballgott schlendert durch Zürich
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Himmel auf ErdenDer Fussballgott schlendert durch Zürich

Leser-Reporter Andreas L. ist sich sicher: Diego Armando Maradona spazierte am Freitag seelenruhig durch Zürich. Der Argentinier wollte dabei vor allem eines: seine Ruhe.

von
meg
Schnappschuss vom lebenden Idol: Diego Armando Maradona am Limmatquai.

Schnappschuss vom lebenden Idol: Diego Armando Maradona am Limmatquai.

Der 38-jährige Fussballfan Andreas L. staunte Bauklötze. Als er am letzten Freitag um 13.45 Uhr am Limmatquai auf der Höhe Rathaus auf das Tram wartete, lief ihm der Fussballgott höchstpersönlich über den Weg: Diego Armando Maradona. «Ich bin mir zu 99,5 Prozent sicher, dass es Diego war», sagt der Leser-Reporter zu 20 Minuten Online. Die Körpergrösse, der Brilli im Ohr, die Sonnenbrille, der Bart- und Haarwuchs – alles passt auf den argentinischen Wunderspieler, der einst die Gegner ausdribbelte, dann tief fiel und schliesslich die argentinische Fussball-Nati an der WM ins Viertelfinale küsste. Dort stand er jeweils lässig mit den Händen in den Hosentaschen am Spielfeldrand. Und so zeigte er sich auch am Limmatquai.

Andreas L. war nicht der Einzige, der sich sicher ist, dem Weltstar begegnet zu sein. Als der ehemalige Fussballstar an der Tramhaltestelle vorbeilief, habe ihm einer laut «Diego» zugerufen. «Er hat sich sogleich umgedreht und den Zeigefinger auf den Mund gehalten.» Was er damit sagen wollte, war klar: «Diego wollte nicht, dass ein grosses Aufsehen um seine Person gemacht wird», sagt Augenzeuge Andreas L. Es habe sich denn auch niemand getraut, ihn anzusprechen. Danach habe sich Maradona wieder umgedreht und sei auf dem Limmatquai in Richtung Central gelaufen.

Andreas L. setzte sich anschliessend ins Tram. Dieses fuhr am schlendernden Maradona vorbei. «Diego hat sich noch ein Schaufenster eines Schuhladens angeschaut. Er war ganz alleine unterwegs.» Der Leser-Reporter zückte sein Natel und knipste den Fussballstar aus dem Tram auf der Höhe Badergasse. Zu mehr reichte es nicht. Die letzte Gewissheit, ob es sich tatsächlich um den grossen Maradona handelt, gibt es also nicht. Doch die Äusserlichkeiten sprechen zumindest eine deutliche Sprache.

Was Diego Maradona nach Zürich verschlagen haben könnte, ist unklar. War er bei der Fifa zu Besuch, die am Zürichberg ihren Hauptsitz hat? Oder hat er sich mit einer ausländischen Delegation zu Verhandlungen getroffen? Immerhin gibt es Gerüchte, dass der Argentinier bald wieder Nationaltrainer werden könnte.

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