Drifter unterwegs: «Der ganze Platz ist voller Spuren, es sieht heftig aus»

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Drifter unterwegs«Der ganze Platz ist voller Spuren, es sieht heftig aus»

Auf dem Carparkplatz Rösslimatt waren Drifter unterwegs. Die Stadt Luzern behält sich je nach Schaden eine Anzeige vor. In Obwalden und Schwyz kontrolliert die Polizei Drifter gezielt.

von
Gianni Walther
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Auf dem Carparkplatz Rösslimatt in Kriens waren am Wochenende Drifter unterwegs.

Auf dem Carparkplatz Rösslimatt in Kriens waren am Wochenende Drifter unterwegs.

20min/News-Scout
Erst Anfang Oktober war der Parkplatz offiziell in Betrieb genommen worden. Erstellt wurde der Platz als Ersatz für die Carparkplätze beim Inseli in Luzern. Ob Schäden entstanden sind, ist noch unklar, heisst es bei der Stadt Luzern auf Anfrage.

Erst Anfang Oktober war der Parkplatz offiziell in Betrieb genommen worden. Erstellt wurde der Platz als Ersatz für die Carparkplätze beim Inseli in Luzern. Ob Schäden entstanden sind, ist noch unklar, heisst es bei der Stadt Luzern auf Anfrage.

20min/News-Scout
Die Luzerner Polizei hatte am Samstag eine Meldung vom Vorfall erhalten und die Stadt Luzern informiert.

Die Luzerner Polizei hatte am Samstag eine Meldung vom Vorfall erhalten und die Stadt Luzern informiert.

20min/Michael Scherrer

Darum gehts

  • Auf einem Parkplatz in Kriens waren am Wochenende Drifter unterwegs.

  • Ob am Platz Schäden entstanden sind, ist noch unklar. Je nach Schaden könnte es zu einer Anzeige kommen.

  • Der Luzerner Polizei sind keine Drifting-Hotspots im Kanton bekannt.

  • In Obwalden sind viele Drifter unterwegs. Die Kantonspolizei zeigt Drifter konsequent an.

  • In Schwyz werden derzeit gezielt Kontrollen bezüglich Driftens durchgeführt.

Auf dem Carparkplatz Rösslimatt beim Südpol in Kriens waren am Wochenende Drifter unterwegs. «Der ganze Platz ist voller Spuren, es sieht heftig aus», sagt News-Scout Walter Buholzer. «Bei uns im Quartier sind in der Nacht oft Autos unterwegs, die die Reifen quietschen und Motoren aufheulen lassen. Nun haben sie sich offenbar auf diesem Platz ausgetobt», sagt Buholzer weiter. Passiert sein muss der Vorfall gemäss News-Scout in der Nacht auf Samstag.

Dies bestätigt die Luzerner Polizei auf Anfrage: «Wir haben am Samstag eine Meldung dazu erhalten», sagt Christian Bertschi, Kommunikationschef der Luzerner Polizei. Die Polizei hat den Fall der Stadt gemeldet. Kenntnisse über Sachschäden am Platz hat die Polizei nicht. Auch eine Anzeige sei bisher keine eingegangen.

Stadt Luzern behält sich Anzeige vor

«Dies ist selbstverständlich überhaupt nicht im Sinne der Stadt Luzern», sagt Matthias Bättig vom Strasseninspektorat der Stadt Luzern dazu. «Das Areal bei der Rösslimatte ist ein Carparkplatz und ausdrücklich nicht für andere Nutzungen ausgelegt – schon gar nicht für das ‹Driften› von Privatwagen oder dergleichen, was für Mensch und Sache ein erhebliches Schadenpotenzial beinhaltet», so Bättig weiter. Ob am Platz Sachschaden entstanden ist, könne man noch nicht sagen. «Das muss beurteilt werden, wenn der Schnee und das Eis vollständig abgetaut sind.»

Generell ist Drifting im Kanton Luzern «kein grosses Thema», sagt Bertschi. «Uns sind keine Drifter-Hotspots im Kanton bekannt. Es gibt hin und wieder Meldungen, zum Beispiel aus der Region Entlebuch, jedoch eher selten», sagt Bertschi. Ein grösseres Thema als in Luzern ist das Driften im Kanton Obwalden. Driften sei zu einem «regelrechten Boom geworden», sagte Martin Kathriner, Leiter Verkehrs- und Sicherheitspolizei des Kantons Obwalden, schon 2020. Das hat sich bisher nicht geändert: «Driften ist bei uns ein grosses Thema. Die Bevölkerung ist heute stärker sensibilisiert darauf und meldet uns Fälle jeweils sehr schnell», sagt Kathriner auf Anfrage.

Bist du auch schon mit dem Auto gedriftet?

Drifter fahren extra dafür nach Engelberg

Am stärksten sei der Druck in Engelberg und in Glaubenberg, gedriftet wird oft auf leeren Parkplätzen. Die Kantonspolizei führt verstärkt Kontrollen durch. «Die Personen werden konsequent angehalten und verzeigt. Es sind viele ausserkantonale Personen dabei, beispielsweise aus dem Mittelland», sagt Kathriner. Auch Passstrassen werden von Autofahrern fürs Driften missbraucht: «Wenn Drifter die ganze Strasse beanspruchen, ist das noch gefährlicher, da dort auch andere Verkehrsteilnehmer unterwegs sind.»

Mehr gedriftet wird jedoch im Kanton Schwyz: Wie die Kantonspolizei Schwyz kürzlich mitteilte, führt sie derzeit gezielt Kontrollen wegen driftenden Autos durch. Innert weniger Tage hat sie sechs Personen angezeigt. Die Kapo stelle «vor allem jüngere Männer fest, die mit ihren Fahrzeugen das risikoreiche Erlebnis auf Schnee im öffentlichen Raum suchen».

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