Ägypten: Der gefeuerte Chefankläger geht nicht
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ÄgyptenDer gefeuerte Chefankläger geht nicht

Der von Präsident Mohammed Mursi nach landesweiten Protesten entlassene Generalstaatsanwalt Abdel Maguid Mahmud weigert sich, zurückzutreten.

von
bem
Von Demonstranten angeklagt: Generalstaatsanwalt Abdel Maguid Mahmud soll die Anklage gegen Vertreter des alten Regimes nicht gut genug vertreten haben.

Von Demonstranten angeklagt: Generalstaatsanwalt Abdel Maguid Mahmud soll die Anklage gegen Vertreter des alten Regimes nicht gut genug vertreten haben.

Wie die amtliche Nachrichtenagentur Ägyptens am Donnerstag meldete, will Generalstaatsanwalt Mahmund auf seinem Posten bleiben, da der Präsident ihn gar nicht entlassen könne. Präsident Mursi hatte Mahmud nach Protesten gegen Freisprüche für 24 Anhänger des früheren ägyptischen Machthabers Hosni Mubarak entlassen. Nach Ansicht von Kritikern habe er damit seine Kompetenzen überschritten, da das ägyptische Recht den Generalstaatsanwalt vor einer Entlassung durch den Präsidenten schützt.

Hohe Funktionäre des alten Regimes

Mahmud war nach den Freisprüchen vom Mittwoch bei landesweiten Protesten vorgeworfen worden, den Fall nicht angemessen vor Gericht präsentiert zu haben. Die einstigen Mubarak-Anhänger waren von dem Verdacht freigesprochen worden, hinter einem tödlichen Angriff auf Demonstranten im Februar 2011 auf dem Kairoer Tahrir-Platz zu stehen. Unter den Angeklagten waren der ehemalige Parlamentspräsident, führende Funktionäre der früheren Regierungspartei sowie Minister und Geschäftsleute.

(bem/dapd)

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