Aktualisiert 07.12.2011 20:10

«Puss in Boots»Der gestiefelte Kater macht Theater

Nach starken Auftritten
in den «Shrek»-Kinohits erhält der gestiefelte Kater nun sein erstes grosses Solo-Abenteuer.

«Puss in Boots» Trailer.

Der gestiefelte Kater war nicht immer nur der getreue Wegbegleiter des tollkühnen Ogers Shrek. Schon vor ihrem denkwürdigen und folgenreichen Zusammentreffen im Wald von «Weit Weit Weg» hat der selbstbewusste Kater aufregende Abenteuer erlebt. Damals war der gestiefelte Kater noch mit seinem Kumpel Humpty Dumpty unterwegs – bis dieser den stolzen Kater skrupellos verriet. Jahre später triff der Kater wieder auf seinen ehemaligen besten Freund, der gerade dabei ist, mit der rassigen Kitty Softpaws einen waghalsigen Plan auszuhecken: Sie wollen jene Gans stehlen, die goldene Eier legt. Das ist allerdings leichter gesagt als getan, wie das widerwillig vereinte «Trio Infernale» nur allzu schnell feststellen muss ...

Das Wichtigste vorweg: «Puss in Boots» toppt die «Shrek»-Movies allerhöchstens in Sachen Computeranimation. Insbesondere das Fell der Hauptfigur, aber auch gewisse Gesichtsausdrücke sind extrem gut animiert. Wenn nur der Inhalt auch mit dieser formalen Pracht mithalten könnte: Während die Einführung der Hauptfigur und die Rückblende in dessen Vergangenheit (analog zu den früheren DreamWorks-Animation-Produktionen «Megamind» oder «Kung Fu Panda 2») durchaus gelungen sind, wirkt die eigentliche Ganssuche langatmig.

Dies liegt nicht zuletzt auch an der Figur des kugeligen Humpty Dumpty, der hierzulande im Gegensatz zum US-Markt nur wenig bekannt, geschweige denn beliebt ist. Immerhin lockert der Flirt von Puss mit seiner Herzdame ­Kitty Softpaws die vorhersehbare Handlung etwas auf. In der englischen Original­fassung macht das Techtelmechtel dank Antonio Banderas und Salma Hayek gar richtig Spass. Ansonsten gibt es einen mehr oder weniger gelungenen Mix aus liebevoller Märchenparodie, kind­lichem Humor, einigen Zorro- und Spaghetti-Western-Parodien, die primär für die erwachsenen Zuschauer bestimmt sind. Kurz: längst nicht mehr so gut wie «Shrek» & Co., aber alleweil unterhaltsam.

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