Aktualisiert 25.08.2016 17:30

EigerDer Gletscher ist abgebrochen

20'000 Kubikmeter Eis sind am Eiger abgestürzt. Die Gefahr ist damit gebannt.

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Gefahr gebannt: Rund 20'000 Kubikmeter Eis des Eiger-Gletschers sind ins Tal gestürzt.

Gefahr gebannt: Rund 20'000 Kubikmeter Eis des Eiger-Gletschers sind ins Tal gestürzt.

Eine rund 200 Meter breite Eislamelle hatte sich gelöst und rutschte bis zu 60 Zentimeter pro Tag.

Eine rund 200 Meter breite Eislamelle hatte sich gelöst und rutschte bis zu 60 Zentimeter pro Tag.

zvg
Der kleine Kreis in der Mitte des Bildes zeigt die Staubwolke des Gletscherabbruchs.

Der kleine Kreis in der Mitte des Bildes zeigt die Staubwolke des Gletscherabbruchs.

ZVG/Geotest

Der seit Tagen erwartete Gletscherabbruch am Eiger ist erfolgt: An der Westflanke sind innert 24 Stunden fast 20'000 Kubikmeter Eis in mehreren Abbrüchen abgestürzt.

Das teilten die Jungfraubahnen am Donnerstag mit.

Die Gefahr beim Hängegletscher ist nun gebannt. Die vorsorglichen Sicherheitsabsperrungen konnten aufgehoben werden. Die Infrastruktur-Anlagen seien unbeschädigt geblieben, teilten die Jungfraubahnen mit.

Der Umfang des Eisabbruchs entspricht den Prognosen. Ereignisse dieser Grössenordnung kommen erfahrungsgemäss rund einmal pro Jahrzehnt vor, kleinere Abbrüche gibt es alle Jahre wieder. Den letzten grossen Abbruch mit nahezu 100'000 Kubikmetern Eis gab es im August 1990.

Steigende Geschwindigkeiten

Seit vergangenem März kommt ein modernes Überwachungssystem zum Einsatz. So wurde vor etwa zehn Tagen bemerkt, dass sich die Geschwindigkeiten des Gletschers markant veränderten – von den üblichen 5 auf mehr als 60 Zentimeter pro Tag.

Aufgrund dieser Daten wurden am Sonntag die gefährdeten Bereiche bei der Station Eigergletscher gesperrt, darunter auch Wanderwege. Nach dem Eisabbruch gingen die Geschwindigkeiten nun wieder zurück.

Oberhalb von Grindelwald ist der Gletscher abgebrochen. Hier das Video vor dem Gletscher-Abbruch.

Eigergletscher

Wegen des drohenden Gletscherabbruchs am Eiger stehen Ausflügler derzeit vor einem geschlossenen Wanderweg. Doch nicht alle halten sich an die Absperrung.

(Video: 20 Minuten/Philippe Stirnemann) (sda)

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