Der erste Ganja-Mann: Der Gott der Hindus, Hippies und Fotografen
Aktualisiert

Der erste Ganja-MannDer Gott der Hindus, Hippies und Fotografen

Alle Jahre wieder feiern Tausende Hindus ihre Gottheit Shiva. Aber auch Blumenkinder und Schnappschussjäger lieben ihn – aus unterschiedlichen Gründen.

von
kmo

Immer am 14. Tag des Monats Phalguna – oder einfacher gesagt: jeweils Ende Februar/Anfang März – begehen die Hindus das Shivaratri-Fest. Heuer fällt es auf den 20. Februar. Die Feier ist Shiva gewidmet, einem der wichtigsten Götter der drittgrössten Religion der Welt.

An Shivaratri besuchen Gläubige in Scharen die Tempel und bieten ihrem Gott Milch dar, indem sie diese über sogenannte Lingams – konisch geformte Steine – giessen. Es ist gleichzeitig ein Festtag für die Milchverkäufer, die an diesem Tag grossen Reibach machen.

Die Hippies im Ganja-Paradies

Wie jede gute Geburtstagsparty braucht auch dieser Festtag Vorbereitung. Gurus bemalen Gesicht und Körper mit Asche und Farbe. Manche Gläubige spielen Dämonen und tanzen furchteinflössend. Für Fotografen aus aller Welt ist der Termin ebenfalls ein Muss, wie obige Bildstrecke zeigt. Die farbenfrohen Bilder der «geschminkten» Gläubigen strahlen eine urtümliche Schönheit aus.

Die Hindus frönen dabei auch ausgiebig einem Kraut, das Shiva zugeordnet wird: dem Ganja, auch bekannt als Marihuana. Aus diesem Grund ist der Hindu-Gott seit den Sechzigern und Siebzigern bei den Hippies ausserordentlich beliebt.

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