Abkehr: Der Gouvernator hat genug vom Öl
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AbkehrDer Gouvernator hat genug vom Öl

Der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger will angesichts der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko doch keine neuen Ölbohrungen vor der Küste Kaliforniens.

Arnold Schwarzenegger hat genug

Arnold Schwarzenegger hat genug

Stimmungswandel: Angesichts der Fernsehbilder habe er seine Meinung über die Sicherheit der Plattformen im Ozean geändert, sagte der republikanische Politiker am Montag auf einer Pressekonferenz. Unterdessen gehen die Arbeiten an der US-Golfküste weiter, um die Folgen der Ölpest zu begrenzen.

Schwarzenegger hatte sich dafür eingesetzt, vor der Küste von Santa Barbara nach Öl zu bohren und das Vorhaben auch mit dem riesigen Defizit seines Staates begründet. Kalifornien erhoffte sich Einnahmen von 100 Millionen Dollar im Jahr und muss das Geld nun anders aufbringen.

Der Gouverneur begründete seine Kehrtwende mit den Fernsehbildern vom Ölteppich. Dabei frage man sich selbst: «Warum wollen wir dieses Risiko eingehen?», sagte Schwarzenegger. Kritik kam vom republikanischen Abgeordneten Tony Strickland. Es sei unfair, das Vorhaben in Kalifornien mit dem Unglück im Golf von Mexiko zu vergleichen. «Es handelt sich um zwei ganz unterschiedliche Arten von Bohrungen.» Im Golf habe man schwimmende Plattformen wegen des tiefen Wassers gebraucht. Dagegen sei das Wasser bei dem Projekt in Kalifornien nur 300 Meter tief. (dapd)

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