Schnitzelbängg: Der Gripen, Mörgeli und die BaZ kamen dran
Aktualisiert

SchnitzelbänggDer Gripen, Mörgeli und die BaZ kamen dran

Am dritten «Zystigsbryys» im Basler Restaurant Atlantis trafen gestandene Schnitzelbänkler mit ihren Pointen voll ins Schwarze. Gewonnen hat Dr Spitzbueb.

von
Lukas Hausendorf

Eine kleine Auswahl an Schnitzelbänken. <i>(Video: 20 Minuten)</i>

Zur dritten Austragung des «Zystigsbryys» im Basler Restaurant Atlantis traten gestern Abend 18 Schnitzelbankformationen zum fröhlich-humorvollen Wettstreit an. Denn im Gegensatz zu den anderen Beizen und Cliquenkellern der Stadt verteilt das Publikum hier Noten. Und was es zu sehen und hören bekam zeugt von einem guten Schnitzelbankjahrgang: Einer Jury wäre der Entscheid schwer gefallen. Bekannte Formationen wie d' Tam Tam, Dr Spitzbueb, s'Rollatoor Röösli und der Vorjahresgewinnerbangg s' spitzig Ryssblei zählten zum engeren Kreis der Favoriten. Am Ende setzten sich Dr Spitzbueb vor Tam Tam durch. Der dritte Platz ging an Die Gsalzene.

Gripen, Mörgeli und Moritz Suter

Ob Ueli Maurers Gripen, Christoph Mörgelis beruflicher Absturz oder Moritz Suters Grounding, zu allem, was das vergangene Jahr Schlagzeilen machte, gab es gleich mehrfach Pointen. Für den gefallenen Professor Mörgeli haben d' Muulwiirf, die nach drei Jahren Abstinenz wieder unterwegs sind, in Basel eine neue Stelle in akademischem Umfeld gefunden.

Em Mörgeli wird kindet, s haig nit z due mit Disziplin. / Wäg Lyyche in sym Käller stinggi är nach Formalin. En Uni-Job kennt är hechstens in Basel bykoo, / Als Gärtner vom Titanwurz, well denn schmeggt me s nid e so!

Eine überraschende thematische Verknüpfung gelang auch d' Tam Tam, der das fehlbare Verhalten eines Basler Fussballers an der Cupfeier ganz neu deutete.

Cupfinal, Siigererig – dr Dragovic längt fiire / und glopft em Muurer zwai, drey Mool uff sy hooli Biire / y ha nit gschlaage, y bi besorgt – dailt er ys no mit / ha numme cheggt, het dä Gripen oder het er nit!

Ski-Misere und Basler Zeitung

Nebst den grossen Themen wie dem Papst-Rücktritt oder der Schweizer Ski-Misere bot auch das lokale Geschehen heuer wieder viel Stoff für gelungene Pointen. Als Senkrechtstarter entpuppte sich der neu gewählte Regierungsrat Baschi Dürr, dessen Waschtag sogar national Schlagzeilen machte. Seine Hausmannsqualitäten animinerten d' Tam Tam zu folgendem Vers:

Regierigssitzig – dr Morin merggt, dr Eymaa isch nit doo / er het geschter an dr Uni s vegane Menu gno / d Eva frogt, wo steggt dr Baschi? Guy, het er verpennt? / Nai, er het bim Hemmli glette baidi Händ verbrennt.

Ein Dauerbrenner ist auch die Basler Zeitung, die D' Gryysel hier einmal mehr nicht wegen ihrer publizistischen Leistung auf Korn nehmen:

Wenn e Hund e Gaggi macht, denn khört dä Gagg in Sagg. / Dr Mensch gaggt in e Schüssle und spüelt en s'Loch durab. / E jede Gagg dä het si Platz uf dere Wält bykoo. / Drum mues me jetzt die BaZ in Züüri usedrugge loo.

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