Pneumonie: «Der grösste Killer, von dem niemand etwas hört»

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Pneumonie«Der grösste Killer, von dem niemand etwas hört»

Die Vereinten Nationen benötigen im Kampf gegen die Lungenentzündung in den nächsten sechs Jahren 39 Milliarden Dollar. Die Krankheit ist Todesursache für einen Fünftel der Todesfälle bei Kinder.

Ziel des Plans, der am Montag anlässlich des Welttags der Lungenentzündung vorgestellt wurde, ist es, bis 2015 fünf Millionen Kindern das Leben zu retten. Lungenentzündung ist weltweit die häufigste Todesursache bei Kindern.

Die erbetene Summe von 39 Milliarden Dollar ist weniger als das, was zur Bekämpfung von schlagzeilenträchtigeren Krankheiten wie Aids ausgegeben wird, obwohl an Lungenentzündung mehr Kinder sterben als an Aids, Malaria und Masern zusammen. «Lungenentzündung ist der grösste Killer, von dem die Leute nie etwas hören», erklärte der US-Wissenschaftler Orin Levine von der Johns Hopkins Universität, der die Vereinten Nationen berät. Lungenentzündung wird jährlich für rund 20 Prozent aller Todesfälle bei Kindern verantwortlich gemacht, Aids hingegen für zwei Prozent. (dapd)

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