Formel-1-Klassiker  - Der Grosse Preis von Monaco – wer die Pole hat, gewinnt oft auch das Rennen 
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Formel-1-Klassiker Der Grosse Preis von Monaco – wer die Pole hat, gewinnt oft auch das Rennen

Am Sonntag steht der Grosse Preis von Monaco auf dem Rennprogramm der Formel 1. Wird es eine Überraschung geben? Gewinnt ein Einheimischer? Wir liefern die Fakten zum Rennen.

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Was für eine Kulisse. Der Stadtkurs von Monaco gehört zu den Highlights der Formel-1-Saison. 

Was für eine Kulisse. Der Stadtkurs von Monaco gehört zu den Highlights der Formel-1-Saison.

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Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton denkt wegen der wenigen Überholmöglichkeiten aber auch an die Fans: «Ich glaube nicht, dass den Fans das Spass macht.»

Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton denkt wegen der wenigen Überholmöglichkeiten aber auch an die Fans: «Ich glaube nicht, dass den Fans das Spass macht.»

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2020 musste der Grosse Preis von Monaco wegen Corona abgesagt werden. 2019 fuhr Lewis Hamilton der Konkurrenz davon und gewann das Rennen im Fürstentum. 

2020 musste der Grosse Preis von Monaco wegen Corona abgesagt werden. 2019 fuhr Lewis Hamilton der Konkurrenz davon und gewann das Rennen im Fürstentum.

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Darum gehts

  • Nachdem letztes Jahr der Grosse Preis von Monaco abgesagt wurde, findet er dieses Jahr wieder statt.

  • Für viele Fahrer ist es die schönste Strecke im Formel-1-Zirkus.

  • Der Pilot, der die Pole holt, ist meistens auch schon der Gewinner des Rennens.

  • Für Lewis Hamilton bietet der Stadt-GP jedoch zu wenig Action für die Fans.

Endlich wieder Formel 1 im Fürstentum. Nachdem das Rennen 2020 aufgrund der Pandemie abgesagt wurde, findet am Sonntag das Prestige-Rennen in Monaco wieder statt. Es ist die spektakulärste Strecke im ganzen Formel-1-Zirkus. Seit 1929 werden dort Rennen gefahren. Das erste Mal im Programm einer Formel-1-Weltmeisterschaft war der Stadtkurs aber 1950.

Die Strecke ist 3337 Meter lang und somit die kürzeste Strecke in der Königsklasse des Motorsports, 19 Kurven warten auf die Piloten pro Runde. In einer Runde schalten die Piloten etwa 50 Mal. Der Grosse Preis von Monaco hat sich eigentlich nie gross verändert. Das Rennen bietet legendäre Passagen. Etwa entlang des Pools oder durch den Tunnel, wo die Fahrer richtig Gas geben können. Wir zeigen euch, auf was sich die Fans und Fahrer am Rennwochenende freuen können.

Wer die Pole hat, gewinnt meistens auch das Rennen

Die Vorentscheidung über den Sieg beim Rennen fällt meist schon in der Qualifikation am Samstag. Es müsste schon extrem viel schief laufen, wenn man nach der Poleposition noch den Sieg herschenkt. Denn in acht der vergangenen elf Rennen im Fürstentum gewann der Pilot von der Pole auch das Rennen. Nur einmal in dem Zeitraum fuhr der spätere Sieger nicht aus der ersten Reihe, sondern als Dritter direkt dahinter los. Grund: Der Kurs ist extrem eng und die Autos werden immer breiter. Überholen ist fast nicht möglich.

Rennstrategie

Meistens läuft in Monaco die Strategie auf einen Einstopper mit nur einem Reifenwechsel hinaus. Das schränkt die taktischen Möglichkeiten extrem ein. Denn ein Zweistopper ist in Monaco selten zielführend. Selbst wer mit frischeren Reifen fahren möchte um schnellere Runden zu erreichen, läuft Gefahr, hinter einem langsameren Konkurrenten zu versauern. Über den obligatorischen Reifenwechsel gehen die geplanten Boxenstopps meist nicht hinaus. Immerhin wirbeln die praktisch vorprogrammierten Safety-Car-Phasen das Rennen dann durcheinander.

Überholmanöver

Seit 2000 liegt der Durchschnittswert an Überholmanövern im Fürstentum bei etwas über acht pro Rennen. 2019 waren es ohne den Re-Start mitzurechnen zwei Überholmanöver gewesen. Der Sieger hatte auch die Pole geholt und hiess Hamilton. Trotzdem ist der Brite nicht zufrieden mit den wenigen Manövern. Seiner Meinung nach müsste man daran etwas ändern. «Die Strassen sind eng geblieben, die Autos aber noch breiter geworden. Überholen? Wie denn!? Ich glaube nicht, dass den Fans das Spass macht», sagt Hamilton. «Das geht seit Jahren so und ich bin der Meinung, man muss das ändern.» Wie die Rennen mit mehr Überholmanövern garniert werden könnten, weiss der jetzige Superstar Hamilton auch nicht. «Ich hoffe aber, dass wir zukünftigen Generationen spannendere Rennen liefern können.»

Das sagen die Fahrer zum GP von Monaco

Der Grosse Preis von Monaco gehört unumstritten zu den spektakulärsten Rennen in der Königsklasse des Motorsports. Selbst erfahrene Fahrer wie Weltmeister Lewis Hamilton geraten immer wieder ins Schwärmen: «Was du an dem gesamten Wochenende erlebst, ist faszinierend. Und das ändert sich nie.» Neulinge wie Mick Schumacher müssen sich aber erst noch an die engen Kurven gewöhnen. «Jetzt kenne ich das Limit», sagte der Haas-Pilot, nachdem er im Freien Training eine Leitplanke touchierte und danach sein Auto abstellen musste. «Es ist der beste Austragungsort. Es ist der schönste Platz, an dem wir Rennen fahren. Aber du weisst vorher, dass es nie aufregend für die Fans sein wird», sagt Hamilton.

Das freie Training

Hamilton und Verstappen, die beiden grössten Favoriten auf den WM-Titel, lieferten sich ein spannendes Duell. Formel-1-Rekordweltmeister Lewis Hamilton entschied im Mercedes das Duell der Titelfavoriten für sich. Er war sieben Tausendstel schneller als sein Herausforderer Max Verstappen im Red Bull. Geschlagen wurden die zwei aber von Ferrari. Lokalmatador Charles Leclerc fuhr die Tagesbestzeit, dicht gefolgt von Carlos Sainz. Sebastian Vettel erreichte im Aston Martin den zehnten Platz. Aber auch der Schweizer Rennstall Alfa Romeo Racing konnte überzeugen. Antonio Giovinazzi wurde Neunter, Kimi Räikkonen fuhr auf den elften Platz.

Einen Schweizer Sieg gab es in Monaco übrigens noch nie. Am nächsten kamen dem Kunststück Jo Siffert und Clay Regazzoni. Siffert wurde 1969 im Lotus Dritter, Regazzoni fuhr 1979 im Williams auf den zweiten Platz.

Am Samstag steht dann das Qualifying auf dem Programm. Wie bereits erwähnt, hat der Fahrer, der sich die Pole holt, auch die grössten Chancen Sieger zu werden. Dieser wird am Sonntag erkoren. Das Rennen beginnt um 15:00 Uhr, wir tickern live für euch. Wer darf sich dann auf eine Champagner-Dusche in der Fürsten-Loge freuen?

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(fos/dpa)

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