J.S. (32) in Winterthur getötet: «S.M. machte die Tür auf und sagte, dass er sie erschossen hat»
Publiziert

J.S. (32) in Winterthur getötet«S.M. machte die Tür auf und sagte, dass er sie erschossen hat»

J. S. wurde am Dienstag Opfer eines Tötungsdelikts. Der Grossvater vom Ehemann der Verstorbenen wurde verhaftet.

von
Monira Djurdjevic
1 / 4
In diesem Mehrfamilienhaus in Winterthur kam es am Dienstag zu einem Tötungsdelikt. 

In diesem Mehrfamilienhaus in Winterthur kam es am Dienstag zu einem Tötungsdelikt.

Ein 76-jähriger Mann aus Serbien wurde vor Ort festgenommen. Wie Recherchen von 20 Minuten zeigen, handelt es sich beim Verhafteten um S. M. 

Ein 76-jähriger Mann aus Serbien wurde vor Ort festgenommen. Wie Recherchen von 20 Minuten zeigen, handelt es sich beim Verhafteten um S. M.

Die 32-jährige J. S. wurde in ihrer Wohnung erschossen. 

Die 32-jährige J. S. wurde in ihrer Wohnung erschossen.

Darum gehts

  • Die 32-jährige Mutter J. S. wurde am Dienstag in ihrer Wohnung getötet.

  • Vor Ort wurde ein 76-jähriger Mann verhaftet.

  • Dabei handelt es sich um den Grossvater des Ehemannes der Verstorbenen.

Die 32-jährige J. S.* wurde am Dienstag mit Schussverletzungen in einem Mehrfamilienhaus in Winterthur tot aufgefunden. Ein 76-jähriger Mann aus Serbien wurde vor Ort festgenommen. Wie Recherchen von 20 Minuten zeigen, handelt es sich beim Verhafteten um S. M.* Der 76-Jährige ist der Grossvater vom Ehemann (36) der Verstorbenen.

Was sich am Dienstag in der Wohnung abgespielt hat, weiss der Vater von S. von einer Bekannten, wie er sagt. Die Frau sei an diesem Tag bei S. gewesen. Kurz vor Mittag habe es an der Tür geklingelt. Es sei M. gewesen, so der Vater. «Meine Tochter hat ihm aufgemacht und einen Kaffee angeboten.»

Die Bekannte sei zwischenzeitlich in den Keller gegangen, um etwas zu holen. Plötzlich habe sie Schüsse gehört. Sie sei gleich hochgerannt, doch die Tür sei verschlossen gewesen. «Dann hat S.M. die Türe aufgemacht und gesagt, dass er sie erschossen hat», erzählt der Vater weiter. Eine Nachbarin habe die Bekannte sowie das Kleinkind, das sich zum Tatzeitpunkt in der Wohnung befand, zu sich in die Wohnung geholt und die Polizei alarmiert. Für die 32-jährige Serbin kam jede Hilfe zu spät.

Verfahren wegen Drohung und Nötigung

Wie der Vater von S. sagt, hatte seine Tochter Eheprobleme und wollte sich von ihrem Mann scheiden lassen. Der Ehemann sei gegenüber ihr gewalttätig geworden. Laut der Zürcher Staatsanwaltschaft wurde auf eine Strafanzeige der getöteten 32-jährigen Frau letztes Jahr im Juli ein Verfahren wegen Drohung und Nötigung gegen ihren in Serbien lebenden Ehemann eröffnet. «Gegen den Beschuldigten bestand zum Zeitpunkt dieser Verfahrenseröffnung eine laufende Einreisesperre», sagt Sprecher Erich Wenzinger. Dabei sei der 36-Jährige zur Verhaftung ausgeschrieben worden.

Gegen den verhafteten 76-Jährigen bestehe ein dringender Tatverdacht. Es wurde ein Antrag auf Untersuchungshaft gestellt. Motiv und genauer Ablauf der Tat seien Gegenstand der weiteren Ermittlungen. Dabei stelle sich auch die Frage, in welchem Zusammenhang der 36-jährige getrennt lebende Ehemann der verstorbenen Frau zum Gewaltdelikt steht, sagt Wenzinger.

*Name der Redaktion bekannt

Bist du oder jemand, den du kennst, von sexualisierter, häuslicher, psychischer oder anderer Gewalt betroffen?

Hier findest du Hilfe:

Polizei nach Kanton

Beratungsstellen der Opferhilfe Schweiz

Fachstelle Frauenberatung

Onlineberatung für Frauen (BIF)

Onlineberatung für Männer

Onlineberatung für Jugendliche

Frauenhäuser in der Schweiz und Liechtenstein

Zwüschehalt, Schutzhäuser für Männer

LGBT+ Helpline, Tel. 0800 133 133

Pro Juventute, Tel. 147

Deine Meinung