Aktualisiert 17.01.2019 13:25

Schweizer sterben in Ferien«Der Guide hat sie nicht vor den Wellen gewarnt»

Zwei junge Schweizer ertranken beim Baden in Kolumbien. Eine Angehörige sagt, dass der Reiseleiter sie nicht auf die Gefahr hingewiesen habe.

von
bz
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Ein 30-jähriger Schweizer und eine 21-jährige Schweizerin sind bei einem Badeunfall ums Leben gekommen.

Ein 30-jähriger Schweizer und eine 21-jährige Schweizerin sind bei einem Badeunfall ums Leben gekommen.

epa/el Heraldo / Handout
An diesem Strand ereignete sich das Unglück.

An diesem Strand ereignete sich das Unglück.

Juan Pablo / CC BY-SA 3.0
Die Opfer waren auf einem Ausflug im Tayrona-Nationalpark.

Die Opfer waren auf einem Ausflug im Tayrona-Nationalpark.

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Die 21-jährige Schweizerin A.* und der 30-jährige B.* kamen bei einem Ausflug im Tayrona-Nationalpark im Norden Kolumbiens ums Leben. Das Schweizer Aussendepartement EDA bestätigte am Donnerstag, dass zwei Schweizer bei einem Badeunfall in Kolumbien verstorben sind. «Die Schweizerische Botschaft in Bogotá steht in Kontakt mit den zuständigen Behörden und das EDA betreut die Angehörigen im Rahmen des konsularischen Schutzes», teilt Departementssprecherin Carole Wälti mit.

Die Opfer aus dem Kanton Wallis wurden beim Baden von einer Welle mitgerissen. Laut südamerikanischen Medien versuchten der Reiseleiter und andere Touristen die Personen aus dem Wasser zu holen. Laut einer Angehörige von A. stimmt das jedoch nicht.

«Kollegin und Freund zogen sie aus dem Wasser»

«Ihre Kollegin und ihr Freund zogen die Opfer aus dem Wasser. Leider war es aber zu spät. Sie waren schon tot», erzählt die Angehörige unter Tränen. Der Guide habe nach dem Unglück Hilfe geholt und sei deshalb mehrere Stunden nicht vor Ort gewesen. Die Kollegin des weiblichen Opfers, mit der sie in engem Kontakt stehe, habe ihr die Geschehnisse vor Ort geschildert.

Laut der Direktorin des Nationalparks herrscht am Strand, an dem das Unglück geschah, starker Wellengang. Ein Bad im Meer sei deshalb jederzeit zu gefährlich. Laut der Angehörigen wussten die Schweizer dies offenbar nicht: «Der Guide hat die Gruppe nicht vor den Wellen gewarnt. Er sagte, man könne bis zu 100 Meter ins Meer hinauslaufen und dort noch stehen.»

*Namen der Redaktion bekannt

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