Aktualisiert 23.04.2014 08:49

Shem ThomasDer heimliche «The Voice»-Star

Trotz des zweiten Platzes läuft es für Shem Thomas nach «The Voice of Switzerland» gut. Sein Song steht an der Spitze der iTunes-Charts – vor Tiziana.

von
Katinka Templeton

Für ihn haben nicht genug Menschen zum Telefon gegriffen. Trotzdem lacht sich der zweitplatzierte Shem Thomas nach dem Finale von «The Voice of Switzerland» jetzt ins Fäustchen: Seine Single «Crossroads» thronte am Dienstag auf Platz eins der Schweizer iTunes-Charts. Die Siegerin Tiziana Gulino ergatterte mit ihrem Song «Warrior» lediglich Platz vier. Warum?

«Ich kann voll hinter meinem Song stehen. Das könnte vielleicht der Grund sein», versucht Shem den Erfolg zu erklären. Andreas Meier, Musikchef von Radio 24, sieht das anders: «Ich glaube, das Telefonvoting in der Show wurde vom Jö-Effekt für Tiziana beeinflusst. Shem macht Musik für Erwachsene, die auch Geld investieren.»

Helfersyndrom in der Schweiz

Ferris Bühler kann dem nur zustimmen: «Die Schweiz hat ein Helfersyndrom. Für denjenigen, der am meisten Unterstützung braucht, wird angerufen. Egal ob man die Stimme mag oder nicht. Das zeigt sich jetzt auch in den Single-Verkäufen», so der PR-Experte. Hat Tiziana dann überhaupt eine Chance als Musikerin? Ein Stolperstein könnte ihre Jugend sein, meint Meier: «Als Teenager verändert man sich drastisch und Tiziana ist erst 17 Jahre alt.»

Eine Veränderung wäre für die Zürcherin aber karrieretechnisch der Todesstoss, so Bühler: «Tiziana sollte besser als das vermarktet werden, was sie ist: Das unscheinbare Mädchen von nebenan, das es geschafft hat. Sie ist eine von uns.» Der PR-Profi weiss, Tiziana muss jetzt zügig handeln: Interviews, Konzerte und ein Album in Rekordzeit müssen folgen, um erfolgreich zu sein. Genau Tizianas Plan, wenn es nach dem Management geht: Das erste Album kommt in drei Monaten, die Schweiz-Tour mit Marc Sway startet nächsten Samstag.

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